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Château Maucaillou - Moulis
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Moulis im Médoc und ist als "Cru Bourgeois Supérieur" klassifiziert.
Château Montrose - Saint-Estèphe
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Saint-Estèphe im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den zweiten Rang (Deuxième Cru Classé). Die Weinberge mit 68 Hektar sind mit 65% Cabernet Sauvignon, 25% Merlot und 10% Cabernet Franc bestockt.
Château Moulin de la Rose - Saint-Julien
Château Moulin de la Rose liegt auf den schönsten Anhöhen von Beychevelle und würde von einem Gastronomiekritiler "Lilliput bei den Riesen des Médoc" genannt. Viele kleinen Parzellen liegen als Enklaven in den Weinfeldern von Weltberühmten Gewächsen (Léoville Las Cases, Léoville Barton, Beychevelle, Ducru Beaucaillou, Gruaud- Larose, usw.)
Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande - Pauillac
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Pauillac im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den zweiten Rang (Deuxième Cru Classé). Die Weinberge mit 75 Hektar sind 45% Cabernet Sauvignon, 35% Merlot, 12% Cabernet Franc und 8% Petit Verdot bestockt.
Château Pichon Longueville - Pauillac
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Pauillac im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den zweiten Rang (Deuxième Cru Classé). Die Weinberge mit 73 Hektar sind mit 60% Caberent Sauvignon, 35% Merlot, 4% Cabernet Franc und 1% Petit Verdot bestockt.
Château Pontet-Canet - Pauillac
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Pauillac im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den fünften Rang (Cinquième Cru Classé). Die Weinberge mit 79 Hektar sind mit 61% Cabernet Sauvignon, 32% Merlot, 5% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot bestockt.
Château Puyguéraud - Côtes de Francs
Das Weingut von der Familie Thienpont liegt in der Anbaugebiet " Côtes de Francs. Die Weingärten mit 35 Hektar sind mit 65% Merlot, 30% Cabernet Sauvignon und 5% Cabernet Franc bestockt.
Château Rauzan Gassies - Margaux
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Margaux im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den zweiten Rang (Deuxième Cru Classé). Die Weingärten mit 30 Hektar sind mit 65% Cabernet Sauvignon, 25% Merlot und 10% Cabernet Franc bestockt.
Château Rauzan Ségla - Margaux
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Margaux im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den zweiten Rang (Deuxième Cru Classé). Die Weingärten mit 52 Hektar sind mit 54% Cabernet Sauvignon, 41% Merlot, 4% Petit Verdot und 1% Cabernet Franc bestockt.
Château Reynon - Bordeaux & Premières Côtes de Bordeaux
Das Weingut von Denis Dubourdieu liegt in der Anbaugebiet Premières Côtes de Bordeaux. Die Weingärten mit 18 Hektar sind mit 80% Merlot und 20% Cabernet Sauvignon für den Rotwein und mit 80% Sauvignon und 20% Sémillon für den Weißwein bestockt.
Château Robin - Côtes de Castillon
Das Weingut von Stéphane Asséo liegt in der Anbaugebiet Côtes de Castillon. Die Weingärten mit 12,6 Hektar sind mit 80% Merlot, 15% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon bestockt.
Château Roc de Cambes - Côtes de Bourg
Das Weingut von F. und E. Mitjavile liegt in der Anbaugebiet "Côtes de Bourg". Die Weingärten mit 10 Hektar sind mit 60% Merlot, 25% Cabernet Sauvignon, 10% Cabernet Franc und 5% Malbec bestockt.
Château Rollan de By - Médoc
Das Weingut von Jean Guyon liegt in der Appellation Haut-Médoc in Bégadan und ist als "Cru Bourgeois Supérieur" klassifiziert. Die Weingärten mit 40% Hektar sind mit 70% Merlot, 20% Cabernet Sauvignon und 10% Petit Verdot bestockt.
Château Ségur de Cabanac - Saint-Estèphe
Das Weingut von Guy Delon liegt in der Gemeinde-Saint-Estèphe und ist als "Cru Bourgeois" klassifiziert. Die Weingärten mit 7,07 Hektar sind mit 60% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot, 5% Cabernet Franc und 5% Petit Verdot bestockt.
Château Smith Haut-Lafitte - Pessac-Léognan
Das Weingut von Daniel und Florence Cathiard liegt in der Anbaugebiet Pessac-Léognan. Die Weingärten mit 45 Hektar für den Rotwein sind mit 45% Cabernet Sauvignon, 35% Merlot, 20% Cabernet Franc und mit 11 Hektar für den Weißwein mit 90% Sauvignon und 10% Sémillon bestockt.
Château Sociando Mallet - Haut-Médoc
Das Weingut von Jean Gautreau liegt in Saint-Seurin-de-Cadourne und als "Cru Bourgeois" klassifiziert. Die Weingärten mit 65 Hektar sind 55% Cabernet Sauvignon, 42% Merlot, 2% Cabernet Franc und 1% Petit Verdot bestockt.
Château Soutard - Saint-Emilion
Das Weingut liegt im Bereicht Saint-Emilion und ist als Grand Cru Classé klassifiziert. Die Weingärten mit 22 Hektar sind mit 70% Merlot und 30% Cabernet Franc bestockt. Der Zweitwein heißt "Clos de La Tonnelle".
Château Talbot - Saint -Julien
Das Weingut liegt in der Gemeinde Saint-Julien im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den vierten Rang (Quatrième Cru Classé). Die Weinberge mit 102 Hektar sind mit 66% Cabernet Sauvignon, 26% Merlot, 5% Petit Verdot und 3% Cabernet Franc bestockt.
Château Tertre Roteboeuf - Saint-Emilion Grand Cru
Das Weingut von Francois und Emilie Mitjavile liegt im Saint Laurent des Combes ist als "Grand Cru" bezeichnet. Die Weingärten mit 6 Hektar sind 85% Merlot und 15% Cabernet Franc bestockt.
Château Tour Haut-Caussan - Médoc
Das Weingut von Philippe Courrian liegt in Blaignan und ist als "Cru Bourgeois Supérieur" klassifiziert. Die Weingärten mit 17 Hektar sind mit 50% Cabernet Sauvignon und 50% Merlot bestockt.
Clos Fourtet - Saint-Emilion
Das Weingut liegt im Bereich Saint-Emilion und ist als "Premier Grand Cru Classé B" klassifiert. Die Weingärten mit 20 Hektar sind 72% Merlot, 22% Cabernet Sauvignon und 6% Cabernet Franc bestockt.
Champagne Larmandier Père et Fils - Côte des Blancs
Das Weingut von Pierre Gimonet et Fils liegt in der Appellation Côte des Blancs in Cuis. Das Weingut mit 25 Hektar ist natürlich nur mit Chardonnay bestockt. Alle Trauben kommen aus Cuis (als Premier Cru klassifiziert) oder aus Cramant und Chouilly (als Grand Cru klassifiziert).
Château Bel La Royère - Premières Côtes de Blaye
Das Weingut liegt in der Anbaugebiet " Premières Côtes de Blaye". Die Weingärten mit 13 Hektar sind mit 70% Merlot, 20% Malbec und 10% Cabernet Sauvignon bestockt.
Château Bernadotte - Haut-Médoc
Das Weingut liegt im Saint-Sauveur (im Nord von der Anbaugebiet Médoc) und ist als "Cru Bourgeois" klassifiziert. Die Weingärten mit 30 Hektar sind 50% Cabernet Sauvignon, 44% Merlot, 4% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot bestockt.
Château Bouscassé - Madiran
Das Weingut von Alain Brumont liegt in der Gemeinde-Appellation Madiran in Maumusson-Laguian. Die Weinberge sind mit Tannat, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc bestockt.
Château Branaire - Saint-Julien
Das Weingut liegt im Gemeinde-Appellation Saint-Julien im Médoc. Der volle Name, wie er auch auf dem Etiquette enthalten ist, lautet heute Château Branaire Duluc Ducru. Ber der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt das Gut den Vierten Rang (Quatrième Cru Classé).
Château Canon - Saint-Emilion
Das Weingut liegt im Bereich Saint-Emilion und ist als "Premier Grand Cru Classé B" klassifiziert. Die Weinberge mit 21 Hektar Rebfläche sind mit Merlot und Cabernet Franc bestockt.
Château Cantegril - Sauternes
Das Weingut von Pierre und Denis Dubourdieu liegt in der Gemeinde-Appellation Barsac. Die Weinberge sind mit 20% Sauvignon und 80% Sémillon bestockt.
Château Chasse Spleen - Moulis
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Moulis im Médoc und ist als " Cru Bourgois Exceptionnel " klassifiziert. Die Weingärten mit 83 Hektar sind mit 65% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot und 5% Petit Verdot bestockt.
Château Clauzet - Saint-Estèphe
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Saint-Estèphe ist als "Cru Bourgeois Supérieur" klassifiziert. Die Weingärten mit 25 Hektar sind mit 55% Cabernet Sauvignon, 40% Merlot, 5% Cabernet Franc und Petit Verdot bestockt.
Château Cos d′Estournel - Saint-Estèphe
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Saint-Estèphe im Médoc, oberhalb des berühmten Château Lafite. Ber der Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt das Château den zweiten Rang (Deuxième Cru Classé).
Château Dalem - Fronsac
Das Weingut von Michel Rullier liegt in der Anbaugebiet Fronsac. Die Weingärten mit 15 Hektar sind mit 92% Merlot und 8% Cabernet Franc bestockt.
Château de Fesles - Vallée de la Loire
Das Weingut von Bernard Germain liegt in Thouarcé. Die Weinberge mit 17 Hektar als Rot sind mit 80% Cabernet Franc, 10% Gamay, 5% Cabernet Sauvignon und 5% Grolleau und mit 17,7 Hektar als Weißwein sind mit 95% Chenin und 5% Chardonnay bestockt.
Château de La Huste - Fronsac
Das Weingut von Michel Rullier liegt in der Gemeinde-Appellation Fronsac in Saillans. Die Weinberge mit 3 Hektar sind mit Merlot und Cabernet Franc bestockt.
Château de Malleret - Haut-Médoc
Das Weingut liegt in der Appellation Haut-Médoc in Le Pian un ist als "Cru Bourgeois Supérieur" klassifiziert. Die Weinberge mit 52 Hektar sind mit 60% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot, 8% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot bestockt.
Château Ducru-Beaucaillou - Saint-Julien
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Saint-Julien. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den zweiten Rang (Deuxième Cru Classé). Die Weinberge mit 50 Hektar sind mit Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot und Petit Verdot bestockt.
Château d′Yquem - Sauternes
Weltberühmtes Weingut in der Appellation Sauternes im Bordeaux. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt das Château als einziges das Bezeichnung "Premier Cru Classé Supérieur". Die Weinberge mit 103 Hektar sind mit 80% Sémillon und 20% Sauvignon bestockt.
Château Figeac - Saint-Emilion
Das Weingut liegt im Bereich Saint-Emilion und als "Premier Grand Cru Classé B" klassifiziert. Die Weinberge mit 40 Hektar sind mit 35% Cabernet Franc, 35% Cabernet Sauvignon und 30% Merlot bestockt.
Château Giscours - Margaux
Das Weingut ist in der Gemeinde Labarde und zählt zur Gemeinde-Appellation Margaux im Médoc.
Château Grand Mayne - Saint-Emilion
Das Weingut liegt im Bereich Saint-Emilion und ist als Grans Cru Classé klassifiziert. Die Weinberge mit 19 Hektar sind mit 72% Merlot, 23% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon bestockt. Der Zweitwein heißt Les Plants du Mayne.
Château Grand Puy Lacoste - Pauillac
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Pauillac im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt das Chateau den fünften Rang (Cinquième Cru Classé). Die Weinberge mit 54 Hektar sind mit 70% Cabernet Sauvignon, 25% Merlot und 5% Cabernet Franc bestockt.
Château Gruaud Larose - Saint-Julien
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Saint-Julien im Médoc. Bei der Bordeaux- Klassifizierung erhielt das Château den zweiten Rang (Deuxième Cru Classé). Die Weinbergen mit 82 Hektar sind mit 57% Cabernet Sauvignon, 31% Merlot, 8% Cabernet Franc, 2% Malbec und 2% Petit Verdot.
Château Haut-Bages Libéral - Pauillac
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Pauillac im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt das Château den fünften Rang (Cinquième Cru Classé). Die Weinberge mit 28 Hektar sind mit 80% Cabernet Sauvignon, 17% Merlot und 3% Petit Verdot bestockt.
Château Haut-Batailley - Pauillac
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Pauillac im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt das Château den fünften Rang (Cinquième Cru Classé). Die Weinberge mit 22 Hektar sind mit 65% Cabernet Sauvignon, 25% Merlot und 10% Cabernet Franc bestockt.
Château Haut-Brion - Pessac-Léognan.
Das Weingut liegt in der Gemeinde Pessac-Léognan im Graves. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt das Château den ersten Rang (Premier Cru Classé). Die Weinberge mit 43,2 Hektar für den Rotwein sind mit 45% Cabernet Sauvignon, 37% Merlot und 18% Cabernet Franc und mit 2,7 Hektar für den Weißwein sind mit 63% Sémillon und 37% Sauvignon bestockt.
Château Labégorce Zédé - Margaux
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Margaux in Soussans und ist als Cru Bourgeois Exceptionnel" klassifiziert. Die Weinberge mit 27 Hektar sind mit 50% Cabernet Sauvignon, 35% Merlot, 10% Cabernet Franc und 5% Petit Verdot bestockt.
Château Lafite Rothschild - Pauillac
Das berühmte Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Pauillac im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt das Château den ersten Rang (Premier Cru Classé). Die Weinberge mit 100 Hektar sind mit 75% Cabernet Sauvignon, 20% Merlot, 4% Cabernet Franc und 1% Petit Verdot bestockt.
Château Lagrange - Saint-Julien
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Saint-julien im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den dritten Rang (Troisième Cru Classé). Die Weinberge mit 109 Hektar sind mit 65% Cabernet Sauvignon, 28% Merlot und 7% Petit Verdot bestockt.
Château Lanessan - Haut-Médoc
Das Weingut liegt in der Appellation Haut-Médoc in Cussac Fort und ist "Cru Bourgeois Supérieur" klassifiziert. Die Weinberge mit 456 Hektar sind mit 75% Cabernet Sauvignon, 20% Merlot und 5% Cabernet Franc und Petit Verdot bestockt.
Château Larcis-Ducasse - Saint-Emilion
das Weingut liegt im Bereich Saint-Emilion und ist "Grand Cru Classé" klassifiziert. Die Weinberge mit 11 Hektar sind mit 65% Merlot, 25% Caberent Franc und 10% Cabernet Sauvignon.
Château Lascombes - Margaux
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Margaux im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt das Château den zweiten Rang (Deuxième Cru Classé). Die Weinberge mit 84 Hektar sind mit 50% Merlot, 45% Cabernet Sauvignon und 5% Petit Verdot bestockt.
Château Latour - Pauillac
Das Berühmte Weingut liegt bei der Gemeinde-Appellation Pauillac im Médoc. Das Gut wurde bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 in die Elite der fünf besten ersten Cru Classé "Premier Cru Classé". Das Château mit 65 Hektar ist mit 78% Cabernet Sauvignon, 20% Merlot, 1% Cabernet Franc und 1% Petit Verdot bestockt.
Château Le Pin Beausoleil - Bordeaux Supérieur
Das Weingut von Elizabeth Leriche und Arnaud Pauchet liegt in Saint Vincent de Pertignas. Die Weingärten mit 5,8 Hektar sind mit 60% Merlot, 20 Cabernet Franc, 17% Cabernet Sauvignon und 3% Malbec bestockt.
Château Léoville Las Cases - Saint-Julien
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Saint-Julien im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den zweiten Rang (Deuxième Cru Classé). Die Weinberge mit 97 Hektar sind mit 65% Cabernet Sauvignon, 19& Merlot, 13% Cabernet Franc und 3% Petit Verdot bestockt.
Château Léoville Poyferré - Saint-Julien
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Saint-Julien im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den Zweiten Rang (Deuxième Cru Classé). Die Weinberge mit 80 Hektar sind mit 60% cabernet Sauvignon, 30% Merlot, 8% Petit Verdot und 2% Cabernet Franc bestockt.
Château Les Ormes de Pez - Saint-Estèphe
Das Weingut von Jean-Michel Cazes liegt in der Gemeinde-Appellation Saint-Estèphe und ist als "Cru Bourgeois Exceptionnel" klassifiziert. Die Weingärten mit 33 Hektar sind mit 60% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot und 10% Cabernet Franc bestockt.
Château Margaux - Margaux
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Margaux im Médoc. Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 erhielt es den ersten Rang (Premier Cru Classé). Die Weinberge mit 78 Hektar sind mit 75% Cabernet Sauvignon, 20% Merlot, 3% Petit Verdot und 2% Cabernet Franc bestockt.
Château Maucaillou - Moulis
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Moulis im Médoc und ist als "Cru Bourgeois Supérieur" klassifiziert.
Unsere Winzer, Châteaux & Domaines, Distilleries & Maisons
Yannick Amirault - Bourgueil
Dominique Aÿ - Gigondas
Jean-Louis Chave - Hermitage & St.Joseph
Olivier Délétang - Montlouis
Alain Dugas - Châteauneuf-du-Pâpe
Thierry Germain - Saumur-Champigny
Pascal et Denise Gitton - Sancerre & Pouilly-Fumé
Alain Graillot - Crozes Hermitage
Larmandier Père & Fils - Champagne-Côte des blancs
LeBrun et Lecouty - Côteaux-du-Languedoc
Libes-Coste - Faugères/Languedoc
Jean Marot - Côtes-du-Ventoux
J.P.et F. Perrin - Châteauneuf-du-Pâpe
André Trénel - Mâcon
Calvados Lelouvier - Calvados
Champagne Bollinger - Grands Terroirs d'Exceptions
Champagne Gaston Chiquet - Vallée de la Marne
Champagne Paul Lebrun -Côte des blancs
Chât. Bel Air La Royère - 1ères Côtes de Blaye
Chât. Bernadotte - Haut Médoc
Chât. Bouscassé - Madiran
Chât. Branaire Ducru - Saint Julien
Chât. Canon - Saint Emilion
Chât. Cantegril - Sauternes
Chât. Chantecaille Clauzel - Saint Emilion
Chât. Chasse Spleen - Moulis
Chât. Clauzet - Saint Estèphe
Chât. Cos d'Estournel - Saint Estèphe
Chât. Dalem - Fronsac
Chât. de Fargues - Sauternes
Chât. de Fesles - Anjou
Chât. de Haute Serre - Cahors
Chât. de La Huste - Fronsac
Chât. de Malleret - Haut Médoc
Chât. de Vaugelas - Corbières
Chât. Doisy-Daene - Bordeaux AOC & Sauternes
Chât. du Cèdre - Cahors
Chât. Ducru Beaucaillou - Saint Julien
Chât. d'Yquem
Chât. Ferrand Lartigue - Saint Emilion
Chât. Figeac - Saint Emilion
Chât. Giscours - Margaux
Chât. Grand Mayne - Saint Emilion
Chât. Grand Puy Lacoste - Pauillac
Chât. Gruaud Larose - Saint Julien
Chât. Guillot Clauzel - Pomerol
Chât. Haut Bages Libéral - Pauillac
Chât. Haut Batailley - Pauillac
Chât. Haut Brion - Graves
Chât. Haut Gardère - Graves
Chât. Haut-Maurin - Bordeaux AOC
Chât. Jean Pierre Gaussen - Bandol
Chât. La Gaffelière - Saint Emilion
Chât. La Grave Figeac - Saint Emilion
Chât. La Tour Haut Brion - Graves
Chât. Labégorce Zédé - Margaux
Chât. Lafite - Pauillac
Chât. Lafon - Côtes de Duras
Chât. Lagrange - Saint Julien
Chât. Lalande Borie - Saint Julien
Chât. Lanessan - Haut Médoc
Chât. Larcis Ducasse - Saint Emilion
Chât. Lascombes - Margaux
Chât. Latour - Pauillac
Chât. Le Pin Beausoleil - Bordeaux Supérieur
Chât. Lauduc - Bordeaux Supérieur
Chât. Léoville Las Cases - Saint Julien
Chât. Léoville Poyferré - Saint Julien
Chât. Les Ormes de Pez - Saint Estèphe
Chât. Maine Gazin - 1ères Côtes de Blaye
Chât. Margaux - Margaux
Chât. Maucaillou - Moulis
Chât. Montrose - Saint Estèphe
Chât. Moulin de la Rose - Saint Julien
Chât. Mourgues de Grès - Costières de Nimes
Chât. Peyredoulle - 1ères Côtes de Blaye
Chât. Pichon Comtesse de Lalande - Pauillac
Chât. Pichon Longueville - Pauillac
Chât. Pontet Canet - Pauillac
Chât. Poujeaux - Moulis
Chât. Puyguéraud - Côtes de Francs
Chât. Rauzan Gassies - Margaux
Chât. Rauzan Ségla - Margaux
Chât. Reynon - 1ères Côtes de Bordeaux
Chât. Robin - Côtes de Castillon
Chât. Roc de Cambes - Côtes de Bourg
Chât. Rollan de By - Haut Médoc
Chât. Ségur de Cabanac - Saint Estèphe
Chât. Smith Haut Lafitte - Graves
Chât. Sociando Mallet - Haut Médoc
Chât. Soutard - Saint Emilion
Chât. Talbot - Saint Julien
Chât. Tertre Roteboeuf - Saint Emilion
Chât. Tour Haut Caussan - Haut Médoc
Chât. Vieux Clos Saint Emilion - Saint Emilion
Clos Floridène - Graves
Clos Fourtet - Saint Emilion
Distillerie du Ségala - Eaux de Vies
Distillerie Meyer - Eaux de Vies d'Alsace
Dom. Baudry - Chinon
Dom. Clape - Cornas
Dom. Courtault - Chablis
Dom. d'Aupilhac - Côteaux du Languedoc
Dom. de Chevalier - Graves
Dom. de la Renjarde - Côtes du Rhône
Dom. de l'Oratoire Saint Martin - Côtes du Rhône & Cairanne
Dom. de Valensac - Vin de Pays d'Oc
Dom. des Lauriers - Vin de Pays d'Oc
Dom. des Roches Neuves - Saumur
Dom. du Mas Crémat - Côtes du Roussillon-Villages
Dom. Ferret - Pouilly Fuissé
Dom. Gardiès - Côtes du Roussillon-Villages
Dom. Gourry de Chadeville - Grand Fine Champagne
Dom. Haut Blanville - Vin de Pays Vicomte d'Aumelas
Dom. La Croix Belle - Vin de Pays des Côtes de Thongue
Dom. Lafitte - Bas Armagnac
Dom. Le Sang des Cailloux - Vacqueyras
Dom. Léa - Vin de Pays d'Oc
Dom. Les Yeuses - Vin de Pays d'Oc
Dom. Mongeard Mugneret - Côte de Nuits
Dom. Pinson - Chablis
Dom. Richaud - Côtes du Rhône Villages & Cairanne
Dom. Rolly Gassmann - Vins d'Alsace
Dom. Rôty - Côte de Nuits
Dom. Sainte Marthe - Vin de Pays de Cassan
Dom. Talmard - Mâcon
Dom. Tollot Beaut - Bourgognes AOC
Maison Bouvet-Ladubay - Vallée de la Loire
Mas Champart - Saint Chinian
Mas de l'Ecriture - Côteaux du Languedoc
Mas Mouriès - Vin de Pays d'Oc
Vieux Chât. Certan - Pomerol
André Trénel
Robert Parker Junior schreibt in seinem Buch "Les Vins de Bourgogne et du Beaujolais" über Trénel Fils:
"Dieser Händler produziert ein breites Spektrum von Weinen aus dem Beaujolais und dem Mâconnais sowie einen Johannisbeer- und einen Himbeer-Likör, die zu den besten aus ganz Burgund zählen."
Im Beaujolais werden 86% des Weines über Handelshäuser verkauft. Das Haus Trénel wurde im Jahre 1928 gegründet und hat seitdem seinen Sitz in Charnay-lès-Mâcon. Es ist geografisch zwischen dem Beaujolais und dem Mâconnais angesiedelt - ein guter Ausgangspunkt, um Weine und Spirituosen aus beiden Gebieten zu vertreiben.
Seit 1945 ist die Firma in den Händen von André Trénel. Seine Tatkraft, seine Ausdauer und vor allem die Liebe zu seinem Métier haben dem Unternehmen in Frankreich den Ruf eines angesehenen Handelshauses eingebracht. Es werden nur Produkte von erster Qualität vertrieben. Durch den engen Kontakt zu den Winzern ist es möglich, die besten Weine zu bekommen. Um die eigene Handlungsfreiheit zu bewahren, lehnt Trénel Fils Exklusiv- und Langzeitverträge ab.
Heute steht das Familienunternehmen unter der Leitung von Geschäftsführer Hervé de Boissieu. Ihm zur Seite stehen Odile und Bruno Chambe, die Nichte und der Neffe von André Trénel.
Das Beaujolais
Die Region Beaujolais wird in zwölf Appellationen unterteilt. Sie heißen Beaujolais, Beaujolais Villages, Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin à Vent, Régnié und Saint Amour. Nimmt man Beaujolais und Beaujolais Villages aus dieser Gruppe heraus, bleiben die 10 sogenannten Crus du Beaujolais übrig. Das sind kleinere Appellationen im nördlichen Beaujolais-Bereich, in denen strengere Vorschriften für die Winzer gelten.
Die Rebsorte Gamay Noir à Jus Blanc ist die Königin der Region Beaujolais. 99% der Rotweine werden hier allein aus dieser Sorte gewonnen. Im gemäßigten, halbkontinentalen Klima dieser Region gedeiht sie hervorragend, besonders auf den Granithängen, die beispielsweise in der Appellation Fleurie vorherrschen.
Gamay Noir à Jus Blanc heißt auf deutsch etwa "rote Gamaytraube mit weißem Saft". Da bei der Beaujolaisherstellung aber nicht nur der Beerensaft, sondern die ganze Traube verwendet wird, entsteht als Endprodukt Rotwein. Die Trauben werden nicht - wie sonst üblich - entrappt, sondern mitsamt der Stiele verarbeitet.
Die Bepflanzungsdichte liegt bei 9.000 bis 13.000 Rebstöcken pro Hektar und zählt damit zu den höchsten der Welt.
Die Lese darf im Beaujolais nur von Hand erfolgen. Das führt dazu, daß jedes Jahr im September ca. 35.000 Erntehelfer für zwei bis drei Wochen eingestellt werden.
Beaujolais Villages, rot
Zur Appellation Beaujolais Villages zählen 39 Gemeinden. Mit 5850 ha ist sie die zweitgrößte unter den Beaujolais-Appellationen. Die Weine aus dieser Gegend können mit einer Vielzahl von Speisen kombiniert werden. Ganz besonders gut passen sie zu gegrilltem Fleisch und Fisch sowie zu Geflügel- und Wurstgerichten.
Mit seiner schönen rubinroten Farbe ist der Beaujolais Villages von Trénel ein typischer Vertreter seines Standes. Sein Bukett erinnert an rotes Obst, wobei der Erdbeerduft am meisten hervorsticht. Im Mund ist er frisch, rein und rund. Die Frucht bleibt bis zum Abgang ausgewogen.
Fleurie, rot
Die Appellation Fleurie erstreckt sich über 800 ha. Der Untergrund besteht hier aus Granit, was der Gamay-Traube sehr zugute kommt. Die Fleurie-Weine mit ihrem fruchtig-blumigen Bukett gesellen sich gern zu Geflügel und anderen hellen Fleischsorten.
Die rubinrote Farbe des Fleurie von Trénel wirkt besonders lebhaft durch die violetten Reflexe. Die Nase hat Anklänge von reifen roten Früchten. Im Mund zeigt sich der Fleurie ausgeglichen und harmonisch mit seidigen Tanninen. Im Geschmack spiegelt sich auch das Bukett wider.
Juliénas, rot
Juliénas liegt im Norden der Region und umfaßt 580 ha Weinberge. Die lehmhaltigen Böden, die auf einer Schiefer- oder Granitschicht liegen, fördern das Pfirsicharoma und die Langlebigkeit der Weine. Einen Juliénas trinkt man am besten zu Coq au Vin, Federwild oder Geflügel mit Sauce.
In lebhaftem Rot mit violetten Reflexen präsentiert sich der Juliénas von Trénel. Die Nase ist geprägt von rotem Obst: Johannisbeere, Erdbeere, Himbeere und Pfirsich. Im Mund ist er fein und doch lebendig mit samtigen Tanninen. Der Abgang verstärkt den Eindruck des angenehmen Aromas.
Crème de Cassis, rot
Dieser Likör bringt das Aroma der schwarzen Johannisbeere voll zum Ausdruck. Er zeigt sowohl in der Nase als auch im Mund eine edle Feinheit, was am besten zu erkennen ist, wenn man ihn pur verkostet - beispielsweise als Ausklang eines Festtagsmenüs. Er ist aber auch hervorragend zum Mixen des Aperitif-Klassikers Kir Royal geeignet und sollte daher in keiner Hausbar fehlen.
Crème de Pêche de Vigne, gelb
Pfirsichbäume sind in Burgund, der Nachbarregion des Beaujolais, häufig zu finden. Und so lag es für das Haus Trénel nahe, einen Pfirsichlikör zu kreieren. Mit der Crème de Pêche de Vigne ist dies meisterhaft gelungen. Genießen Sie diesen fruchtigen Likör selbst oder machen Sie Ihren Freunden damit ein "geschmackvolles" Geschenk!
Marc Très Vieux de Bourgogne, braun
Marc ist ein französischer Tresterbrand. Trester wiederum ist der Fachausdruck für die festen Traubenbestandteile, die als Nebenprodukt bei der Weinherstellung anfallen. Marc wird also aus diesen Traubenresten destilliert.
Wie der Name schon sagt, stammt dieser Marc nicht aus dem Beaujolais, sondern aus der angrenzenden Region Burgund, und zwar aus der Côte de Nuits. Er wurde mehr als zwanzig Jahre lang in Eichenholzfässern ausgebaut. Seine kräftige Bernsteinfarbe erfreut das Auge, sein Bukett erinnert stark an Orangenschalen und geröstete Nüsse. Im Mund ist er weich mit karamelligen Noten, in die der Alkoholgeschmack gut eingebunden ist.
Françoise Larmandier und ihre Söhne
Die Domaine Larmandier Père & Fils ist eines der ältesten Champagnerhäuser, das als Propriétaire-Récoltant in der Appellation Côte de Blancs existiert. (Propriétaire-Récoltant bedeutet, daß der Rebenanbau auf eigenem Boden stattfindet und der Winzer seine Trauben selbst zu Wein verarbeitet.) Gegründet wurde das Haus um die Jahrhundertwende von Jules Larmandier. Dieser hatte bereits damals vor allem in Paris seine Kunden, was in dieser Zeit ungewöhnlich und schwierig war. Er hatte erkannt, daß der Ursprung seines Produktes dessen Wert ausmachte: 100% Chardonnay-Lagen.
Sein Sohn Philippe und dessen Ehefrau entwickelten die Marke Larmandier und ihren Ruf weiter und vergrößerten die Domaine.
Im 20. Jahrhundert wurde die Domaine in der Familie aufgeteilt. Seit 1987 führen Frau Françoise Gimonnet-Larmandier und ihre Söhne die Tradition ihrer Familie weiter. Noch immer werden ausschließlich Blanc-de-blancs-Champagner hergestellt, also weiße Champagner aus weißen Trauben. Die Familie versteht sich als "orfèvres en vins", als Kunsthandwerker des Weins, und nicht als industrielle Produzenten. Stets sind sie besorgt um die Qualität ihrer Erzeugnisse. Die Auswahl und Vinifizierung des Lesegutes sind dabei entscheidend. Die Ernte jeder einzelnen Parzelle mit ihrer besonderen Lage, ihrem Mikroklima und dem Alter der Rebstöcke wird getrennt vinifiziert. So ist es möglich, die Quintessenz des Terroirs zu erhalten.
Domaine Larmandier Père & Fils
Im Herzen der Appellation Côte des Blancs innerhalb der Region Champagne liegt die Gemeinde Cramant, in der sich die Domaine befindet. Gegründet im Jahr 1899 von Jules Larmandier, wurde sie im Laufe der letzten hundert Jahre von einer Generation an die nächste weitergegeben. Dabei vergrößerte sich ihre Rebfläche nach Erweiterungen zwischenzeitlich auf 20 ha. Durch Erbaufteilung ging die Fläche dann auf die heutigen 6 ha zurück. Da die durchschnittliche Größe der Weingüter in der Champagne jedoch bei nur 1,5 ha liegt, gehört die Domaine Larmandier immer noch zu den größeren.
Die Bestimmungen für den Weinbau in der Champagne sind sehr streng. Es dürfen nur drei Rebsorten angebaut werden, davon als weiße allein die Chardonnay-Rebe. Und dies ist auch die einzige Sorte, die auf dem Rebland der Domaine wächst.
Der Boden ist von Kreide geprägt, die überschüssiges Wasser abfließen läßt und es den Wurzeln ermöglicht, in die Tiefe zu wachsen. Der Kreideboden bringt einen feinen und leichten Wein hervor, der sich für die Schaumweinbereitung hervorragend eignet. Noch dazu bilden sich in der Kreide Höhlen, die als Weinkeller verwendet werden können. In ihnen herrschen hohe Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperaturen bei sehr konstanten Werten - ideale Faktoren für die langwierige Champagnerherstellung.
Vinifizierung und Schaumweinherstellung bei Larmandier Père & Fils
Im Lauf eines ganzen Jahrhunderts hat sich im Hause Larmandier bei der Champagnerherstellung eine bestimmte Vorgehensweise herauskristallisiert, die mit nur geringen Abweichungen bei allen Larmandier-Champagnern angewendet wird.
Die Trauben in den verschiedenen Parzellen werden von Hand gelesen und separat verarbeitet. Ohne Entrappung werden sie traditionell gepreßt. Während der alkoholischen Gärung wird die Temperatur zwischen 18 und 21°C gehalten. Anschließend findet eine malolaktische Gärung statt. Der Ausbau erfolgt in Tanks und dauert je nach Wein 6 bis 8 Monate. In dieser Zeit wird der Wein dreimal umgezogen.
Es schließt sich eine Kaltstabilisierung bei -4°C an. Der Wein wird verschnitten, leicht gefiltert und auf Flaschen gefüllt.
Nun beginnt die eigentliche Schaumweinherstellung, indem man dem Wein die Fülldosage zugibt. Der Wein bleibt zwischen zwei und sieben Jahren auf der Hefe. Das Degorgieren erfolgt jeweils drei Monate, bevor er in den Handel kommt. Der Champagner aus dem Hause Larmandier erhält nur zwischen 5 und 8 g Versanddosage. Für die Klassifizierung "brut" dürfte er sogar fast die doppelte Menge bekommen.
Champagne Larmandier Père & Fils, 1er Cru Blanc de Blancs
Wie alle Champagner von Larmandier ist auch dieser ein Blanc-de-blanc aus 100% Chardonnay. Er stammt von drei Parzellen in den Gemeinden Cramant, Cuis und Chouilly, wovon etwa 40% Grand-Cru-Lagen und 60% 1er-Cru-Lagen sind. Die Crus bezeichnen, welche Qualität von Trauben eine Parzelle hervorbringt. An der Spitze stehen die Grand Crus, danach folgen die 1er Crus, 2ième Crus und so weiter.
Besonderheiten bei der Herstellung: Im Gegensatz zu den anderen Larmandier-Champagnern wird der Wein aus den jeweils ausgewählten Jahrgängen zuerst gefiltert und dann zusammengeführt. Aktuell sind es 70% Wein von 1997, 10% von 1996 und 20% von 1992. Der 92er wurde bis zum Verschnitt in Flaschen aufbewahrt.
Der Ausbau des Champagners auf der Hefe dauert 24 Monate. Die Versanddosage beträgt 7 bis 8 Gramm Zucker pro Liter Wein.
Dieser klassische, jahrgangslose Champagner steht mit seiner Lebhaftigkeit, Leichtigkeit, Finesse und Reinheit repräsentativ für den Stil des Hauses Larmandier. Die Larmandiers setzen ihr ganzes Können ein, um diesem Verschnitt über die Jahre hinweg eine geschmackliche Beständigkeit zu verleihen. Daß ihnen das immer wieder gelingt, spricht für ihr Talent.
Champagne Perlé de Larmandier, 1er Cru Blanc de Blancs
Diese Cuvée wurde gegen 1920 von Domaine-Gründer Jules Larmandier kreiert, und ihr "Rezept" hat sich bis heute nicht geändert. In guten Jahren wird sie zu zwei Dritteln aus Grand Cru und zu einem Drittel aus 1er Cru gewonnen. In Spitzenjahren ist das Verhältnis umgekehrt. Diese Vorgehensweise gewährleistet eine gleichbleibend hohe Qualität und einen ausgeglichenen Geschmack.
Aktuell hat der Champagner folgende Zusammensetzung:
- 37% Grand Cru aus Cramant,
- 33% Grand Cru aus Chouilly und
- 30% 1er Cru aus Cuis
Besonderheiten bei der Herstellung: Der Champagner wird 24 Monate lang auf der Hefe ausgebaut. Die Versanddosage beträgt 6 bis 7 Gramm Zucker pro Liter Wein.
Champagne Larmandier Cramant, Grand Cru Blanc de Blancs
Dieser Champagner ist die traditionelle Grand-Cru-Cuvée des Hauses Larmandier. Er wird ausschließlich aus Chardonnay-Trauben gewonnen, die in den Spitzenlagen von Cramant gereift sind - und das auch nur in sogenannten "großen" Jahrgängen, in denen das Terroir voll zum Ausdruck kommt. Das Durchschnittsalter der Rebstöcke liegt zwischen 35 und 40 Jahren.
Die Gemeinde Cramant ist einer von nur 17 Orten in der Champagne, in denen Grand-Cru-Lagen zu finden sind.
Besonderheiten bei der Herstellung: Mindestens 5 Jahre lang wird dieser Champagner auf der Hefe ausgebaut. Er erhält nur 5 Gramm Zucker pro Liter als Versanddosage.
Diese Cuvée haben wir ohne Jahrgang in den Größen 0,375 l, 0,75 l und als Jahrgangschampagner aus dem Jahr 1995 in der Größe 1,5 l.
Champagne Larmandier Cramant, Grand Cru Blanc de Blancs Spécial Club
Diese Cuvée ist ein Jahrgangschampagner. Die Trauben stammen ausschließlich aus Grand-Cru-Lagen von Cramant und Chouilly. Ein Großteil der Rebstöcke ist 40, ein weiterer Teil sogar 80 Jahre alt.
Der Spécial Club ist nach einer Vereinigung von führenden Champagner-Winzern benannt. Dieser exklusive "Club des Viticulteurs Champenois" wurde 1972 gegründet, um mehr Aufmerksamkeit auf die Originalität des Champagners zu lenken. In hervorragenden Jahren stellt jedes Mitglied einen Jahrgangschampagner nach strengen Vorgaben her. Nach mindestens 3 Jahren Ausbau in Flaschen mit einer besonderen Form kommen diese Schaumweine dann mit dem Beinamen "Spécial Club" in den Handel.
Besonderheiten bei der Herstellung: Sehr langer Ausbau des Champagners. Geringe Versanddosage von nur 5 Gramm Zucker auf einen Liter Wein.
Die Larmandiers nennen diese prickelnde Cuvée voller Stolz "die Frucht einer unbarmherzigen Auslese" und den "Gipfel ihrer Jahrgangschampagner". Überzeugen Sie sich selbst von ihrer Qualität, indem Sie den Jahrgang 1996 genießen.
Geneviève Libes-Coste und Guy Libes
Das Ehepaar Libes-Coste steht mit seiner Domaine seit einigen Jahren für ausgezeichnete Weine aus dem Süden Frankreichs. Er kümmert sich um die Weinberge und den Keller, ihr Ressort ist der Vertrieb. Beide lieben das Languedoc mit seinen heißen Sommern und den kargen Böden, die kraftvolle Weine mit eigenem Charakter hervorbringen. Man sagt, daß die Uhren hier langsamer gehen als anderswo. Aber wen stört das? Ganz sicher nicht die Winzer, die sich Zeit nehmen können, um ihre Weinberge zu pflegen und bei der Vinifikation sorgfältig vorzugehen.
Seit die beiden die Domaine von Genevièves Vater übernommen haben, arbeiten sie mit Passion und Kompetenz für einen Wein, den man das Herzblut dieser Landschaft nennen könnte. Damit die Eigenheiten des Terroirs deutlich zum Ausdruck kommen und die Trauben auf natürliche Weise heranreifen, wendet das Winzerpaar die Methoden des integrierten Anbaus an. Das heißt, es verzichtet auf chemische Düngemittel und pflügt das Rebland, um den Boden zu belüften. In der Appellation Faugères gibt es Bestrebungen, diese sogenannte "Culture raisonnée" (auf deutsch etwa: vernünftiger Anbau) für die Weinbauern zur Pflicht zu machen. Doch bisher geschieht dies noch auf freiwilliger Basis.
Domaine du Météore
Die Domaine du Météore liegt in der Region Languedoc, genauer gesagt in dem Ort Cabrerolles in der Appellation Faugères. Marseille und das Mittelmeer und sind nicht allzu weit entfernt.
Der Name des Weingutes kommt nicht von ungefähr: Ein Teil des Reblandes liegt am Boden eines 60 m tiefen Kraters, der einst durch den Einschlag eines Meteoriten verursacht worden sein soll. Da sich im Laufe der Jahrtausende eine tiefe Schicht von Schwemmboden dort angesammelt hat, konnte bis heute nicht geklärt werden, ob darunter vielleicht Reste von Meteoritengestein zu finden sind. Das wäre der wissenschaftliche Beweis für einen Einschlag. Aber selbst wenn der Krater auf weniger spektakuläre Art und Weise entstanden sein sollte, stellt er mit seinem Durchmesser von mehr als 200 m ein auffälliges landschaftliches Phänomen dar.
Hier gründete der Vater von Geneviève Libes-Coste die Domaine vor gut 20 Jahren. Damals fing er mit 12 ha an; seine Tochter und sein Schwiegersohn erweiterten die Rebfläche später auf 20 ha. Der größte Teil der Rebstöcke ist also etwa 20 Jahre alt.
Der Schwemmboden des Kraters ist eine sehr gute Grundlage für die Syrah-Weinstöcke, die darauf wachsen. Auf dem für die Appellation typischen eisenhaltigen Schieferboden des übrigen Reblandes gedeihen Mourvèdre, Grenache und Carignan sowie die weißen Sorten Roussanne, Marsanne und Viognier.
Domaine du Météore, weiß
Für diesen Weißwein werden die Sorten Marsanne und Roussanne zu je 50% verwendet. Die Rebstöcke wachsen auf nach Süden ausgerichteten steilen Hängen in ca. 300 m Höhe auf Schieferboden. Der Ertrag liegt hier bei nur 24 hl pro Hektar.
Die Lese wird von Hand durchgeführt. Die Trauben erfahren eine Hülsenmaischung, das heißt, sie werden - wie rote Trauben - gemahlen. Die Maische bleibt dann ein paar Stunden lang stehen, so daß Stoffe aus den Beerenschalen in den Saft gelangen. Durch dieses Verfahren wird der Wein gehaltvoller.
Nach der alkoholischen Gärung wird der Wein in Edelstahltanks ausgebaut.
Da nur Rotweine die Herkunftsbezeichnung Faugères tragen dürfen, läuft dieser Wein unter dem Namen Coteaux du Languedoc A.O.C. Die Winzer der Appellation Faugères haben jedoch beantragt, daß zukünftig auch Weißweine als "Appellation Faugères Contrôlée" gelten dürfen.
Domaine du Météore, rot
Die Rebstöcke für diesen typischen roten Faugères wachsen ebenfalls auf nach Süden ausgerichteten steilen Hängen in ca. 300 m Höhe auf Schieferboden. Der Hektarertrag ist jedoch etwas höher als bei dem weißen Domaine du Météore und beträgt 35 bis 45 hl.
Der Wein wird aus den Rebsorten Syrah (25%), Mourvèdre (20%), Grenache (25%) und Carignan (30%) gewonnen. Die ersten drei werden entrappt und auf herkömmliche Weise vergoren.
Die Carignan-Trauben werden hingegen einer Kohlensäuremaischung unterzogen. Hierbei füllt man die ganzen Trauben in einen geschlossenen Edelstahltank und pumpt Kohlendioxid hinein, bis der gesamte Sauerstoff verdrängt ist. Unter Sauerstoffabschluß beginnt das Fruchtfleisch zu gären. Dies wurde im Jahr 1872 von keinem Geringeren als Louis Pasteur entdeckt. Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß die Frucht der Trauben besser zur Geltung kommt. Da auf diese Weise jedoch nur wenig Alkohol produziert wird, muß nach der Kohlensäuremaischung eine normale alkoholische Gärung durchgeführt werden.
Der Ausbau des Weins erfolgt in Tanks aus Stahl, Edelstahl und Glasfaser.
Domaine du Météore Réserve, rot
Sozusagen der große Bruder der (auf der vorhergehenden Seite beschriebenen) traditionellen Cuvée ist der Domaine du Météore Réserve. Er wird hauptsächlich aus Syrah-Trauben (70%) hergestellt, die am Grunde des Kraters wachsen, nach dem die Domaine benannt ist. Zu je 15% werden Trauben der Sorten Mourvèdre und Grenache beigemischt, deren Rebstöcke an steilen, schieferhaltigen Südhängen gepflanzt sind.
Nach der Handlese werden die Trauben entrappt, gemahlen und die Maische dann ganze 4 Wochen lang vergoren. Der Wein wird schließlich ein Jahr lang in Eichenholzfässern zu je 225 Litern ausgebaut. Der Ertrag liegt bei 30 hl/ha.
Entdecken Sie diese fruchtige, gut strukturierte Cuvée mit ihrer großen Haltbarkeit und Entwicklungsfähigkeit!
Chantal Lecouty und Jean-Claude Lebrun
Die Weinberge der Côteaux du Languedoc erstrecken sich von Nimes bis Narbonne und die Appellationen zählen zu den großen des Languedoc. Jedes terroir bringt seine Besonderheit durch die Vielfalt und die Komplexität des Gebiets zum Ausdruck.
Das traumhafte Städtchen Pezenas mit seinen wunderschönen kleinen Geschäften und Kunsthandwerkstätten ist eine der Kulturhochburgen - hier begann Moliere einst als Schauspieler - aber auch einer der ältesten Weinorte Frankreichs. Die Mönche von Saint-Jean de Bébian haben bereits im 12. Jahrhundert die optimalen Voraussetzungen zum Weinanbau erkannt und begannen 1152 mit der Errichtung der Domaine Saint-Jean de Bébian. Als die Mönche Pezenas verlassen mussten, hinterließen sie nicht nur eine der ältesten romanischen Kapellen, sondern auch ein Weingut, dessen Geschichte bis in die heutige Zeit hineinreicht und derzeit auf einem Höhepunkt steht. Nicht umsonst kommen heute einige der berühmtesten Weine Südfrankreichs aus diesen alten Gemäuern.
Nach der (französischen) Revolution wurde Saint-Jean de Bébian zum Nationaleigentum erklärt und bis zum II. Weltkrieg gehalten. Seitdem gab es noch drei weitere Eigentümer, allesamt Winzer, bis 1954 Maurice Roux das Anwesen kaufte, das dann 1975 von seinem Enkel Alain übernommen wurde. Neben den Edel-Rebsorten wie Syrah, Grenache und Mourvèdre kultivierte er als revolutionärer Geist in seinen Lagen alle 13 Rebsorten des Châteauneuf-du-Pape, obwohl die meistens damals nicht für diese Appellation zugelassen waren. Er setzte auf die traditionellen méditerranen Sorten Cinsault und Carignan, die seither einen exzellenten Ruf erwarben.
Er regenerierte die Weinberge, um einen Teil der sehr alten Rebstöcke erhalten zu können. So wurden z.B. bereits seit 1925 drei Hektar der Rebsorte Grenache angepflanzt, die heute besonders edle Weine hervorbringen. Das Durchschnittsalter der Reben beträgt 25 Jahre und es verwundert nicht, dass die Domaine Saint-Jean de Bébian zum Vorreiter der Qualitätsrevolution im Languedoc wurde. Im Gegensatz zu vielen heute hochgehandelten Weingütern wurde die hohe Qualität aber nicht durch die Kreation von Mikrocuvées (Garagenweine) erreicht, sondern durch einen ‚überragenden' Wein in respektabler Menge.
1994 übernahmen Chantal Lecouty und Jean-Claude Lebrun das Weingut von Alain Roux. Für die früheren Herausgeber der größten französischen Wein-Fachzeitschrift ‚La Revue du vin de France’ ist das Languedoc das Kalifornien Frankreichs. Denn hier scheint die Sonne an rund dreihundert Tagen im Jahr auf die Lagen der Domaine, die alle südlich oder südwestlich ausgerichtet sind. Auf den Lehm- und Kalkböden des Weinbergs gedeiht besonders der Grenache. Basalt, Tonkiesel und Ton-Silikate (Marmor) runden das unglaubliche ‚Terroir’ als Grundlage für einen außergewöhnlichen Wein ab.
Die 30 Hektar des Weinguts teilen sich in 28 Parzellen, von denen einige weit von der Domaine entfernt liegen. Nur die besten Lagen werden angebaut und nur die besten Reben ausgewählt, ganz im Sinne des Vorgängers.
Bei der Rebenaufzucht werden die Ruten so weit wie möglich zurückgeschnitten. Im Weinberg kommt nur Mistdung zum Einsatz. Die weitere Behandlung der Stöcke ergibt sich aus dem Vernunftprinzip (culture raisonnée) des integrierten Anbaus, dem sich eine inzwischen stattliche Reihe von Winzern verpflichtet fühlen.
Zudem beginnt die Weinlese zwei Wochen später als offiziell, um ganz sicher zu gehen, dass alle Trauben wirklich vollreif sind. Gelesen wird per Hand in 20 Kilogramm fassende Kisten.
Nach einer ersten Auslese im Weinberg entscheidet die zweite auf einem großen Tisch (table de trie), welche Trauben in die Bottiche kommen. Von den verschiedenen Traubensorten werden nur Syrah und die Hälfte der Grenache-Trauben vom Stielgerüst getrennt (‚entrappt’). Der Rest wird beim Rotwein mit den Stielen vergoren, beim Weißwein einer Ganztraubenpressung per Luftdruck, um die Beeren zu schonen.
Chantal Lecouty und ihr Oenologe Francois Serres vinifizieren die roten Trauben nach Rebsorten getrennt in alten Steintanks aus dem 17. Jahrhundert. Die Gärung dauert vier bis acht Wochen. Die roten Sorten Syrah & Mourvèdre kommen danach in Holzfässer, die ‚Barriques’, in denen sie den biologischen Säureabbau, die malolaktische Gärung, durchlaufen. Dieser natürliche Vorgang dient der Stabilisierung des Weins und seiner geschmacklichen Verbesserung durch die Umwandlung von Äpfelsäure in Milchsäure. Ein Teil der durchaus erwünschten Weinsäure bleibt erhalten. Die Milchsäurebakterien sind meist schon im Keller vorhanden und beginnen ihre Aktivitäten, wenn es draußen warm wird. Bis zu fünf Liter solcher Hefen & Bakterien (Kellerflora) kann ein leeres Holzfass in sich speichern.
In der Domaine werden auch die Weißweine ‚Le Prieuré’ in Eichen-Barriques vergoren. Der Wein liegt nach der Gärung noch sechs bis acht Monate auf der Hefe am Faßboden (sur lie), die regelmäßig aufgerührt wird (batonnage). Dadurch gelangen zusätzliche Aromen in den Wein, die ihn besonders in kleinen Fässern vollmundiger machen, bevor er abgestochen wird.
Der ‚Prieuré’ reift in Barriques aus dem Burgund mit 228 l Fassungsvermögen, der ‚Chapelle’ teils in Holzfässern oder in ‚Halbstücken’ à 600 l. Der ‚Prieuré’ kommt ungefiltert auf die Flasche, im Gegensatz zur leichten Filterung des ‚Chapelle’, der nach jener alten romanischen Kapelle benannt ist. Seit 1995 findet mit Hilfe der Schwerkraft und der dreistöckigen Kellerei eine schonende Abfüllung ohne Pumpen statt, eine Philosophie aus ‚Respekt gegenüber dem Wein’.
Chantal Lecouty und Jean-Claude Lebrun führen mit ihrem unglaublichen Engagement das Werk von Alain Roux weiter mit einem meisterhaften Ergebnis, von dem Sie sich persönlich überzeugen können.
Yannick Amirault
Der Weinführer "Guide Hachette des Vins 1999" schreibt über Yannick Amirault und seinen 96er Petite Cave:
"Yannick Amirault, der stets im Guide anwesend ist - oft auf den Ehrenplätzen - arbeitet mehrere Cuvées gemäß der Bodeneigenschaften, der Lage, dem Alter der Rebstöcke aus und präsentiert davon nur diejenige, für die er ein besonderes Faible hat. Gestern waren es Les Malgagnes, Les Quartiers und andere Cuvées von alten Weinstöcken ... Heute ist es Petite Cave. Die Farbe ist ein leuchtendes Dunkelrot. Die Nase [...] läßt die eine oder andere holzige Note entweichen, die man im Mund, wenn auch nur zart, wiederfindet. Diese Noten verschmelzen in einer fülligen Substanz, in der die Tannine einen maßvollen Platz einnehmen. Ein großartiger Wein, dem eine schöne Zukunft vorausgesagt werden kann."
Der "Guide" hat recht: Dieser Winzer ist ein Tüftler. Er gibt sich nicht mit Halbheiten zufrieden, sondern probiert verschiedene Möglichkeiten aus und entscheidet sich dann für das Ergebnis, das seinen hohen Anforderungen genügt. Man mag ihn einen Perfektionisten nennen. Aber bei den Weinen von Amirault hat das keinen negativen Beigeschmack.
Domaine La Coudraye
Die Domaine liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Bourgueil, nach der auch die Appellation innerhalb der Region Val de Loire benannt ist. Sie befindet sich etwa in der Mitte des Teils der Loire, der von Osten nach Westen zum Atlantik hin verläuft.
Der Weinbau wurde von den Römern hier hergebracht. Zu einer ersten Blüte gelangte er dann in der Abtei von Bourgueil, die gegen Ende des ersten Jahrtausends nach Christus gegründet wurde. Schon damals wurde hier in erster Linie die Sorte Cabernet Franc angebaut. Eine ernste Krise stellte später die Heimsuchung der Weinberge durch die Reblaus dar, die verheerende Auswirkungen hatte. In unserer Zeit hat das Rebland jedoch sein Potential, vielschichtige, fruchtige Weine hervorzubringen, wiedererlangt.
Das Haus von Amirault ist malerisch von Rebland umgeben. Dunkles Satteldach, weiß gestrichene Wände, grün belaubte Weinstöcke und blauer Himmel - so präsentiert sich die Szenerie dem Besucher im Sommer. Diese unmittelbare Nähe ist nicht nur landschaftlich schön, sondern hat auch den qualitativen Vorteil, daß das Lesgut in frischem Zustand in den Weinkeller kommt.
La Coudraye, rot
Die Cabernet-Franc-Rebstöcke für diesen Rotwein wachsen auf dem lehm- und kalkhaltigen Boden, welcher das Haus umgibt. Sie sind etwa 18 Jahre alt.
Die hohe Anzahl an Sonnenstunden und der milde Wind, der das Loiretal hinaufweht, ergeben ein sehr günstiges Mikroklima.
Yannick Amirault vereint bei der Vinifikation modernste Technik mit bewährter Tradition. Er läßt seine Weine zwar im Edelstahltank gären; die Methode, um den Tresterhut zu beseitigen ist aber noch die sogenannte Pigeage.
Die Cuvée wird 7 bis 8 Monate lang im Holzfaß ausgebaut.
La Petite Cave, rot
Da in der Appellation Bourgueil nur eine Rebsorte zulässig ist, wird auch dieser Wein aus Cabernet-Franc-Trauben gewonnen. In einer solchen Appellation werden Unterschiede zwischen einzelnen Cuvées nur durch die Lage, das Alter der Rebstöcke, den speziellen Boden und die Bearbeitung des Reblandes erzielt. Die Wirkung dieser Faktoren kommt aber um so deutlicher zum Ausdruck.
So hält Yannick Amirault die Lage des Weinbergs, auf dem die Rebstöcke für "La Petite Cave" wachsen, für besonders ausgewogen in Bezug auf Ausrichtung und Bodentyp. Es handelt sich hierbei um die Mitte eines Südhangs mit kieselhaltigen Lehmböden, die auf einer Kalkschicht ruhen.
Der Wein wird zum Teil in einem Jahr alten Barriques aus Château Margaux ausgebaut. Er kann schon jung getrunken werden und ist dennoch außerordentlich lagerfähig.
Olivier Deletang
Olivier Deletang ist ein Spezialist in Sachen Süßweine, aber auch seine trockenen Weine und sein Schaumwein haben Klasse.
Der Geschmack eines trockenen Weißweins basiert auf den beiden Polen Säure und Süße, wobei der säuerliche Geschmack leicht überwiegt. Bei lieblichen Weinen ist es besonders schwierig, die Süße einerseits zu betonen, sie aber andererseits nicht zu sehr dominieren zu lassen. Der Wein muß genügend Aromastoffe und Säure enthalten, um ein Gegengewicht zum Zucker zu schaffen. Und so erweist sich die Herstellung als sehr diffizil.
Doch Olivier Deletang ist vorsichtig genug, um jeden Faktor sorgfältig zu überwachen. Als ambitionierter Winzer, der sehr auf Qualität bedacht ist, wägt er genau ab, wann eine Lese durchgeführt oder wie lange ein bestimmter Jahrgang ausgebaut werden sollte.
Wenn er auch von Robert Parker Jr. der "King of Montlouis" genannt wird, hat er keine Starallüren. Er ist sehr sympathisch - ein Mann, der alte Freundschaften pflegt und der auch seinen Kunden gegenüber stets zuvorkommend und offen für ein Gespräch ist.
Domaine Deletang
Auf der Domaine Deletang im Val de Loire wird seit vier Generationen Wein angebaut. Sie befindet sich in der Gemeinde Saint-Martin-le-Beau am Fluß Cher unweit Tours. Ihre Rebfläche, die momentan 20 ha beträgt, ist den Appellationen Montlouis und Touraine zugeordnet.
Die für diese Gegend typische weiße Sorte Chenin Blanc, die auch "Pineau de Loire" genannt wird, ist das Lieblingskind von Olivier Deletang. Daneben baut er auch etwas Sauvignon Blanc und die roten Sorten Cabernet Franc, Gamay und Cot an.
Die Rebstöcke, die hier viel Sonne bekommen, wachsen entweder auf Kalkböden oder auf einem kieselhaltigen Ton-Kalk-Gemisch. Erstere bringen blumige, fruchtige Weine mit Aromen von Akazienblüten, Äpfeln und Quitten hervor. Letzteres fördert die Langlebigkeit der Weine, den Ausdruck des Terroirs und der Chenin-Aromen.
Olivier Deletang bewirtschaftet sein Rebland auf traditionelle Weise. Er achtet auf einen strengen Schnitt der Weinstöcke und einen sehr niedrigen Ertrag, der zwischen 25 und 45 hl/ha liegt. Die Lese wird stets von Hand durchgeführt, so daß die Trauben gemäß ihrer Reife in mehreren Durchgängen abgeerntet werden können. Die erste Ernte wird für die trockenen Cuvées verwendet, die letzte Ernte für die lieblichen.
Bei der Vinifizierung wird die Temperatur genauestens kontrolliert. Die Weine werden in Kellerräumen ausgebaut, die in den Kalkfelsen gehauen wurden und in denen das ganze Jahr über eine Temperatur von 12°C herrscht.
Montlouis Les Batisses, weiß
Ein durchschnittliches Alter von 15 Jahren haben die Chenin-Blanc-Reben für die Cuvée "Les Batisses". Sie wachsen auf einer 1,2 ha großen Parzelle in der Gemeinde Montlouis. Der Boden ist kies- und tonhaltig mit Feuerstein an der Oberfläche. Der Feuerstein, der auf französisch silex heißt, gibt diesem Wein eine angenehme mineralische Note.
Die Traubenmenge wird im Juli durch Ausdünnung der unreifen Trauben reduziert. Die eigentliche Lese wird je nach dem Reifegrad der Trauben in mehreren Durchgängen vorgenommen. Der Most wird wie beim Montlouis Domaine gewonnen und ebenfalls ohne Zugabe von Zucker oder Hefe vergoren. Der Gärvorgang dauert etwa 44 Tage. Die Temperatur liegt anfangs bei 17 bis 18°C, wird jedoch auf Minusgrade reduziert, sobald Zucker und Säure im Gleichgewicht sind.
Nach der Entfernung des Trubs wird der neue Wein 2 Monate lang auf dem Feintrub gelagert, um sein Aroma und seine runde Fülle zu vervollkommnen.
Die Flaschenabfüllung findet zwischen Anfang März und Mai statt; danach lagern die Flaschen noch einige Monate in den kühlen Kellern der Domaine.
Der Restzuckergehalt ist mit ca. 10 g/l höher als beim Montlouis Domaine. Außerdem enthält "Les Batisses" mehr Alkohol (13 Grad) und weniger Gesamtsäure (unter 5 g/l).
Montlouis Les Petits Boulay, weiß
In Saint-Martin-le-Beau wachsen auf einer Parzelle von gut 1,2 ha Größe die zwischen 7 und 50 Jahre alten Chenin-Blanc-Rebstöcke, aus deren Trauben dieser liebliche Weißwein gewonnen wird. Der Boden ist hier kiesel-, ton- und kalkhaltig, wobei der Tonanteil überwiegt.
Im Juli werden die noch grünen Trauben ausgedünnt. Im Herbst gehen die Erntehelfer mehrmals durch den Weinberg und ernten jeweils nur die optimal reifen Trauben ab. Für "Les Petits Boulay" wird die dritte Ernte verwendet. Mittels Luftdruckpresse werden die ganzen Trauben auf mehrere Male entsaftet und besonders trüber Saft entfernt.
Der reine Most wird dann ohne Hefe- und Zuckerzugabe 79 Tage lang bei 17 bis 18°C vergoren. Nach einer ersten Klärung verbleibt der neue Wein 2 Monate lang auf der Feinhefe, um ihn runder und aromatischer zu machen. Seinen jeweiligen Eigenschaften entsprechend wird er zwischen März und Mai auf Flaschen gefüllt. Danach wird er noch einige Monate lang im kühlen Keller gelagert, bevor er in den Handel kommt.
Der Alkoholgehalt liegt bei 13 Grad. Der Jahrgang 1997 hat einen Restzuckergehalt von 36 g/l und einen Gesamtsäuregehalt von 4,65 g/l. Er ist recht voluminös und fruchtig sowie ausgeglichen und sehr lagerfähig.
Montlouis Domaine Grande Réserve, weiß
Auf kieselhaltigen Ton-Kalk-Böden gedeihen in der Geimeinde Saint-Martin-le-Beau 60 bis 70 Jahre alte Chenin-Weinstöcke, die wenige, aber sehr gute Früchte hervorbringen. Aus diesen wird der "Montlouis Domaine Grande Réserve" gewonnen, der einen sehr hohen Restzuckergehalt aufweist und somit einen Hochgenuß für Liebhaber edelsüßer Weine darstellt.
Die streng ausgesuchten, handgelesenen Trauben werden schonend zu Most verarbeitet und - ohne Zugabe von Zucker und Hefe - 78 Tage lang bei 14 bis 15°C vergoren. Wenn Zucker und Säure im Gleichgewicht sind, wird die Temperatur auf -3 bis -4°C abgesenkt. Während einer mehrtägigen Klärungsphase setzt sich der Trub am Boden ab. Der neue Wein kann dann einfach durch Umfüllen davon getrennt werden. Dies verringert die Menge des zur Stabilisierung notwendigen Schwefeldioxids .
Montlouis Boulay Grande Réserve, weiß
Die Chenin-Blanc-Trauben für diesen erlesenen lieblichen Tropfen reifen auf derselben Parzelle wie diejenigen für die Cuvée Les Petits Boulay. Sie stammen jedoch aus der letzten Lese und haben dementsprechend von Natur aus einen sehr hohen Gehalt an Zucker.
Von Hand werden die Trauben streng ausgelesen. Eine Hefe- oder gar Zuckerzugabe erfolgt bei der Vinifikation nicht. 94 Tage lang wird der Most bei 14 bis 15°C vergoren. Sobald ein Ausgleich zwischen Zucker und Säure erreicht ist, wird der neue Wein auf -3 bis -4°C abgekühlt. Die groben Hefen können sich in den folgenden Tagen absetzen, danach wird der weitgehend geklärte Wein umgezogen. Die übliche Schwefelung kann dadurch auf ein Mindestmaß reduziert werden.
Der Jahrgang 1997 hat viel Volumen, sehr fruchtige Aromen und kann lange gelagert werden. Sein Alkoholgehalt beträgt 13,5 Grad. Der Restzucker liegt bei 104 g/l, die Gesamtsäure bei 5 g/l. Bestellen Sie ihn bei uns als 0,5-l-Flasche.
Thierry Germain
Er stammt aus einer alteingesessenen Bordelaiser Winzerfamilie und hätte es leicht damit gehabt, einfach das Weingut der Eltern zu übernehmen. Sein Pioniergeist zog ihn jedoch an die Loire, nach Saumur-Champigny, das für ihn eine der schönsten Landschaften Frankreichs darstellt. Hier kaufte er Ende 1991 die Domaine des Roches Neuves auf. Nachdem er sich noch einige Zeit vom Vorbesitzer der Domaine beraten ließ, stand er schließlich ganz auf eigenen Füßen.
Thierry Germain wirkt mit seiner unkomplizierten, aufgeschlossenen Art gleich sympathisch. Wenn es um sein Lieblingsthema Wein geht, kommt sein Temperament zum Vorschein. Enthusiastisch erzählt er dem interessierten Besucher von seinen Methoden und zeigt ihm bereitwillig Rebland und Kellerei. Es ist schon beeindruckend, mit wieviel Fachwissen und Erfahrung dieser junge Winzer sein Handwerk ausübt!
Die Natur steht für ihn im Vordergrund: sein Wein soll den Charakter der natürlichen Umgebung, in der die Rebstöcke wachsen, widerspiegeln. Um dies zu erreichen, verzichtet er, so weit es möglich ist, auf chemische und maschinelle Verfahren und wählt aus Überzeugung natürliche Vorgehensweisen. So verbessert er beispielsweise die Qualität seiner Weine durch den Sommerschnitt.
Domaine des Roches Neuves
Mitten im Herzen der Appellation Saumur-Champigny in der Region Val de Loire befindet sich die Domaine des Roches Neuves. Der Ort, in dem sie liegt, heißt Varrains und liegt etwa 4 km südlich von Saumur. Das Weingut wurde 1850 gegründet.
Zu ihm gehören heute ca. 20 ha Rebland, wovon 95% mit Cabernet Franc, also roten Reben, bepflanzt sind. Auf den restlichen 5% wächst Chenin Blanc, eine weiße Sorte, aus der der Insolite gewonnen wird.
Die Weinberge der Domaine verteilen sich auf die Gemeinden Varrains, Chaintres, Chacé, Saumur, Dampierre und Saint-Cyr, die sich alle im westlichen Teil der Appellation Saumur-Champigny befinden. Die Böden sind recht unterschiedlich: einerseits handelt es sich um sand- oder tonhaltige Kalkböden mit Kalktuff in den tieferen Schichten, andererseits sind es Böden mit Kalksteinen, die Quarz und Glimmer in sich einschließen.
Eine Besonderheit, die Thierry Germain erfolgreich auf der Domaine eingeführt hat, ist die récolte verte, zu deutsch der Sommerschnitt. Wenn die Trauben noch grün sind, im August, wird ein Teil von ihnen von der Rebe entfernt. Der Rebstock konzentriert dann alle Inhalts- und Geschmacksstoffe in den verbleibenden Trauben, und der Wein wird reichhaltiger.alle Inhalts- und Geschmacksstoffe in den verbleibenden Trauben, und der Wein wird reichhaltiger.
Domaine des Roches Neuves Insolite, weiß
Dieser Weiße aus dem Hause Germain wird zu 100% aus der Sorte Chenin Blanc gewonnen und trägt die Appellation Saumur Blanc. Das Rebland liegt in Saumur selbst. Hier finden wir tonhaltige Kalkböden vor, die auch Löß sowie Kiesel aus Feuerstein und Sandstein enthalten. Dies gibt dem Wein seinen mineralischen, frischen Charakter.
Die Erde wird bearbeitet und auf einem Teil des Weinbergs begrünt.
Im Sommer werden die noch grünen Trauben ausgedünnt, um die Qualität des Mostes zu verbessern. Im Herbst wird die Lese von Hand in vier Durchgängen vorgenommen, wobei jeweils nur die optimal reifen Trauben gelesen werden.
Der Most wird mit Hilfe von pneumatischen Pressen gekeltert. In neuen Eichenfässern zu je 400 l wird er dann drei Monate lang vergoren und schließlich im Barrique ausgebaut.
Domaine des Roches Neuves, rot
Die Trauben der Sorte Cabernet Franc, aus der dieser Rote reinsortig gewonnen wird, kommen von drei verschiedenen Weinbergen der Domaine. Eine Mischung aus sandigem Terrain und tonhaltigem Kalkboden, die auf einer Schicht Kalktuff liegt, macht den Wein elegant und rund. Das Rebland wird mit zwei Arten von Gräsern begrünt, um das Heranreifen der Trauben zu fördern. Die Rebstöcke haben ein durchschnittliches Alter von 25 Jahren. Der Ertrag für diese Cuvée liegt bei 50 hl pro Hektar.
Die Trauben werden von Hand geerntet und vor der Weiterverarbeitung aussortiert. Nur die besten Trauben werden verwendet.
Die Hälfte des Lesguts erfährt eine 3 Tage lange Maischung bei konstant 10°C ohne Schwefelzugabe. Dadurch werden die Tannine feiner, und es gelangen noch mehr edle Fruchtaromen in den Wein.
Die alkoholische Gärung läuft 15 Tage lang in Edelstahltanks ab, wobei sich die Temperatur langsam von 20 auf 28°C erhöht. Auf diese Weise wird ein Maximum an Inhaltsstoffen extrahiert. Der Ausbau, ebenfalls in Edelstahltanks, findet auf der Hefe statt, um die Frische des Weins zu erhalten.
Domaine des Roches Neuves Terres Chaudes, rot
In dem kleinen Ort Chaintres gedeihen die 35 bis 45 Jahre alten Cabernet-Franc-Rebstöcke, aus deren Trauben der Terres Chaudes hergestellt wird.
Kalktuff bildet bei diesem Weinberg die unterste Bodenschicht. Auch an der Oberfläche ist der Boden überwiegend kalkhaltig, doch enthält er zusätzlich Sand oder Ton. Jede zweite Reihe Rebstöcke ist mit Rispengras begrünt, die übrigen Reihen werden gepflügt. Das Gras konkurriert mit den Reben um das Wasser und die Mineralstoffe aus der Erde und zwingt sie dazu, kleinere oder weniger und dafür konzentriertere Trauben zu produzieren. Das Pflügen dient dazu, eine gute Belüftung des Bodens zu erreichen.
Zehn Tage, bevor die Färbung der Trauben beginnt, wird der Sommerschnitt durchgeführt, so daß der Hektarertrag rund 35 hl beträgt.
Die reifen Trauben werden von Hand gelesen und danach aussortiert. Die Maische wird 2 bis 4 Tage lang der Kohlensäuregärung überlassen, während der die natürlichen Hefen schon zu arbeiten beginnen. Es folgt die 26 Tage dauernde alkoholische Gärung bei 23 bis 32°C in Edelstahltanks. Der Wein wird ein Jahr lang im Edelstahltank und im Barrique auf der Hefe ausgebaut. Er wird ohne Filtration und Klärung auf Flaschen gefüllt.
Domaine des Roches Neuves Marginale, rot
Die Cabernet-Franc-Reben für diesen Wein gedeihen an einem sonnigen Südhang mit Ton-Kalkböden und starker Wärmeentwicklung. Die Trauben erreichen hier einen sehr hohen Reifegrad, wodurch der Wein einen natürlichen Alkoholgehalt von ca. 14% Vol. erhält. Der Weinberg ist mit Gräsern begrünt. Der Boden wird gepflügt und auch zwischen benachbarten Weinstöcken bearbeitet, um eine gute Belüftung zu erreichen.
Nach der Lese von Hand werden ungeeignete Trauben aussortiert und nur die besten entrappt. Der Hektarertrag liegt daher bei nur 25 hl. Die Maische wird 10 Tage lang vergoren, woran sich eine 25 Tage dauernde Mazeration anschließt, die dem Wein besonders viel Struktur verleiht. Die Temperatur beträgt hierbei zwischen 25 und 30°C. Es folgt die malolaktische Gärung in neuen Barriques (60 Tage bei ca. 13°C). Der Wein wird je nach den Eigenschaften des Jahrgangs 18 bis 24 Monate lang in 400 l fassenden Barriques ausgebaut.
Das nebenstehende Bild zeigt einen Stapel Marginale 1995 im Weinkeller der Domaine. Der Schimmel auf den Flaschen stammt von einem für den Wein nützlichen Pilz. Seine Anwesenheit zeigt außerdem an, daß das Klima im Keller feucht genug für die Weinlagerung ist.
Pascal und Denise Gitton
Pascal Gitton hat die Liebe zum Wein von seinem Vater Marcel geerbt. Bei ihm ist er auch in die Lehre gegangen und hat so den väterlichen Erfahrungsschatz im Laufe der Jahre immer weiter bereichert. Inzwischen ist er selbst ein "alter Hase" unter den Winzern. Nebenbei bemerkt ist er außerdem ein echtes Sprachtalent und hätte mit seinen Englisch-, Deutsch- und Spanischkenntnissen genauso gut Übersetzer werden können.
Seine Frau Denise, eine charmante Australierin, leitet den Vertrieb mit Herz und Verstand. Sie ist immer zur Stelle, wenn irgendwo Probleme auftauchen - und findet alsbald eine Lösung.
Tradition wird bei den Gittons großgeschrieben. Methoden, die sich von alters her bewährt haben, werden gepflegt und bewahrt. Bei der Vinifikation wird je nach Rebsorte, Lage und Boden unterschiedlich vorgegangen, um dem jeweiligen Charakter der Trauben Genüge zu tun. Natürlich verkaufen die Gittons nur Weine, die sie selbst hergestellt haben. Denn nur so können sie sich für deren Qualität wirklich verbürgen.
Vignobles Gitton Père et Fils
Der Dreh- und Angelpunkt des Unternehmens im Val de Loire ist die Kellerei in Ménétréol bei Sancerre. Diese beiden Orte liegen links der Loire an dem großen Bogen, den der Fluß zwischen Nevers und Orléans beschreibt.
Hier begann Marcel Gitton 1945 mit einem halben Hektar Rebland. Heute sind es 27 ha, die sich auf die besten Parzellen der Gemeinden Sancerre und Ménétréol verteilen. Auf 23 ha wächst Sauvignon Blanc an Rebstöcken mit einem durchschnittlichen Alter von 30 Jahren. Auf den übrigen 4 ha wird Pinot Noir für Rot- und Roséweine angebaut.
Auf der anderen Seite der Loire, in der Appellation Pouilly-Fumé, besitzt die Familie weitere 7,5 ha Rebland. Auf den teilweise mergelhaltigen Kalkböden gedeihen die Sorten Sauvignon Blanc und Chasselas, die in Deutschland Gutedel heißt.
Wenige Kilometer nördlich von Sancerre liegt die Appellation Côtes de Gien. In dem Ort Cosne, in dem der Weinbau schon seit Jahrhunderten betrieben wird, gehören den Gittons 2,5 ha am "Vignoble de Taureau". 2 ha des Plateaus sind mit Sauvignon Blanc bepflanzt und 0,5 ha mit Pinot Noir.
Den Gittons gehört daneben auch das Weingut Château Lafon, das wir im Kapitel Région Sud-Ouest beschreiben werden.
Galinot, weiß
Die 40 Jahre alten Sauvignon-Jaune-Rebstöcke für den Galinot wachsen an einem Osthang in der Appellation Sancerre. Sie bekommen besonders in der ersten Tageshälfte Sonne und bleiben im Sommer von der Hitze des Nachmittags verschont. Die 0,8 ha große Parzelle liegt 220 bis 230 m hoch in einem Gebiet mit feuersteinhaltigen Kieselböden.
Die Trauben werden von Hand gelesen.
Nach der Vinifikation wird eine Hälfte 9 bis 11 Monate lang in neuen, die andere Hälfte in einjährigen Eichenfässern ausgebaut.
La Mijonnette, weiß
Die Rebstöcke für diesen Wein aus der Appellation Sancerre wachsen auf einer kleinen Parzelle von nur einem Drittel Hektar. Die ältesten wurden 1965 gepflanzt, die jüngsten 1991. Der Boden an diesem mäßig geneigten Osthang ist feuerstein- und kieselhaltig. Der Weinberg liegt in 195 bis 205 m Höhe.
Die Lese der Sauvignon-Blanc-Trauben wird maschinell durchgeführt.
Der Wein wird teils in Eichenfässern, teils in Edelstahltanks ausgebaut.
L'Amiral, weiß
Auch dieser Wein ist der Appellation Sancerre zugeordnet und wird aus der Rebsorte Sauvignon Blanc gewonnen. Im Gegensatz zu Galinot und La Mijonnette ist der Weinberg L'Amiral mit 35% Gefälle jedoch ziemlich steil und außerdem nach Süden ausgerichtet. Das bedeutet, daß die Reben sehr viel Sonne bekommen.
Die Parzelle hat eine Ausdehnung von einem halben Hektar und liegt in 185 bis 205 m Höhe. Die Bodenart wird "Portland-Kalk" genannt. Die Rebstöcke sind im Durchschnitt etwa 20 Jahre alt.
Die Lese kann an diesem steilen Hang nur von Hand erfolgen.
Der Wein wird 9 bis 10 Monate lang in 2 bis 3 Jahre alten Eichenfässern ausgebaut.
Les Belles Dames, weiß
Ein weiterer Sauvignon Blanc aus der Appellation Sancerre, der jedoch im größeren Stil angebaut wird. Die Rebfläche beträgt 5 ha und liegt in 235 bis 265 m Höhe. Die 20 bis über 30 Jahre alten Rebstöcke gedeihen sehr gut auf dem für Sancerre typischen Feuersteinboden.
Der Hang ist nach Osten bis Südosten ausgerichtet und hat eine Steigung von bis zu 30%. Dennoch kann die Lese hier maschinell erfolgen.
Zwischen 9 und 10 Monaten dauert der Ausbau des Weins in alten Eichenfässern und Edelstahltanks.
Les Romains, rosé oder rot
Auf dem in der Appellation Sancerre gelegenen Flurstück “Les Romains” bauen die Gittons Pinot Noir an, den sie teils für die Rosé-, teils für die Rotweinherstellung verwenden. Es liegt in einer Höhe von 260 bis 280 m. Der Boden des 1,2 ha großen Weinbergs besteht aus einer Schicht kieselhaltigem Feuerstein, die auf sogenanntem “Oxford-Kalkboden” liegt.
Die Reben sind jetzt 35 Jahre alt und genießen an dem relativ steilen Westhang (30% Steigung) besonders nachmittags direkte Sonneneinstrahlung. Die Lese wird maschinell durchgeführt.
Beide Weine werden in Edelstahltanks vergoren.
Der Rotwein wird in alten Eichenfässern mit einem Fassungsvermögen von 600 l ausgebaut.
Der Rosé paßt der übrigens hervorragend zu Spargelgerichten.
Les Péchignolles, weiß
Auf 1,4 ha wachsen die 30 Jahre alten Reben der Sorte Sauvignon Blanc Fumé. Die Sorte ist nach der Appellation Pouilly-Fumé benannt, wobei “Fumé” soviel wie rauchig heißt.
Der nur leicht nach Südwesten geneigte Hang liegt in einer Höhe von 185 m. Der Boden ist stark kalkhaltig, was dem Wein zusätzliche Feinheit verleiht.
Maschinell wird der Weinberg im Herbst abgeerntet.
Der Wein wird 9 bis 12 Monate in Edelstahltanks ausgebaut.
Dominique Aÿ
Dominique Aÿ ist ein Nachkomme des Domaine-Gründers Eugène Raspail, der im 19. Jahrhundert ein Journalist von Rang war. Die Domaine Raspail-Aÿ trägt die Namen beider Winzer.
Seine Philosophie: Von Hand werden nur die besten Trauben am Fuße des Weinstocks gelesen. Der Weinkeller ist zentral in der Domaine gelegen, so daß die Trauben nur über kurze Wege transportiert werden müssen. Es werden keine Trauben zugekauft.
Die Vinifikation wird nach traditioneller Methode und in geschlossenen Behältern durchgeführt. Durch die vollständige Entrappung der Trauben kann die Gärdauer auf 10 bis 15 Tage verlängert werden.
Domaine Raspail-Aÿ
Die Domaine, die im 19. Jahrhundert entstand, befindet sich in der Region Vallée du Rhône bei Gigondas, unweit der Stadt Orange. Sie liegt an sanft ansteigenden Terrassen am Fuße der "Dentelle de Montmirail", einer schroffen Formation aus hartem Kalkstein. Diese bietet den Rebhängen Schutz vor zuviel Sonne, Regen oder etwaigem Hagel.
Hier gibt es einerseits Mergel- und Kalksteinböden, die dem Wein seine Feinheit verleihen, andererseits Schwemmlandterrassen und Sedimentböden, die das Heranreifen der Trauben begünstigen. Das Klima ist trocken und heiß mit 2800 Sonnenstunden im Jahr. Der vorherrschende Wind ist der Mistral.
Gigondas, rot
Der Wein wird 18 bis 24 Monate lang im Eichenfaß ausgebaut. Währenddessen wird er zwei- bis dreimal im Jahr umgezogen.
Das angesehene Weinverzeichnis Classement Bettane & Desseauve hat in seiner neuen Ausgabe 2001 die Domaine Raspail-Aÿ für ihren Gigondas mit einem Stern ausgezeichnet. Die Bewertung bedeutet producteur de grande qualité (Hersteller großer Qualität).
Zum Vergleich: Von 5000 Weingütern kamen 1010 in die engere Auswahl. Von ihnen erhielten 31 drei Sterne, 121 zwei Sterne und 293 einen Stern.
Gigondas, rosé
Jean-Louis Chave
Er ist der jüngste Abkömmling einer Winzerfamilie, die seit sechshundert Jahren Spitzenweine an der Rhône herstellt. Berühmt ist vor allem sein legendärer Hermitage, dessen Trauben auf dem Berg L'Hermite gedeihen und von dem schon der Schriftsteller Alexandre Dumas begeistert war.
Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften und der Önologie in den USA, übernahm Jean-Louis Chave die Domaine von seinem Vater Gérard. Er führt im allgemeinen die traditionellen Methoden der Familie fort, ist aber etwas experimentierfreudiger als sein Vater. So zweigte er 1990 einen Teil des roten Hermitage ab, um ihn in neuen Eichenfässern auszubauen, was für die Domaine absolut untypisch war. Die Cuvée benannte er nach dem befreundeten Maler Cathelin, den er das Etikett entwerfen ließ. Sie fand bei allen, die sie verkosteten, großen Anklang.
Jean-Louis Chave ist ansonsten ein Purist wie seine Vorfahren. Er versucht, den Wein so wenig wie möglich zu beeinflussen, um seinen natürlichen Charakter zu bewahren. Die Rebstöcke sind zum Teil sehr alt und ertragsarm, die Trauben werden im bestens ausgereiften Zustand geerntet. Bei der Vinifikation wird auf alle nicht unbedingt notwendigen Eingriffe verzichtet.
Domaine Jean-Louis Chave
Der Weinkeller befindet sich in dem Dorf Mauve, das im Vallée du Rhône gegenüber Tain L'Hermitage am anderen Flußufer gelegen ist. Die Familie Chave, deren Geschichte als Winzer bis zum Jahr 1481 zurückverfolgt werden kann, besitzt gut 15 ha Rebland in der Appellation Hermitage und 1,5 ha in der Appellation St. Joseph.
Das Klima ist gemäßigt kontinental mit heißen, trockenen Sommern.
Hermitage, weiß
Die Böden am Berg L'Hermite sind recht unterschiedlich: In den oberen Lagen herrscht verwitterter Granit vor, weiter unten findet man erst steinigen, dann kompakten Löß. In Talnähe schließlich stößt man auf teils kieselhaltige Schwemmlandterrassen. Die meisten Lagen sind nach Süden ausgerichtet und damit vor Nordwind geschützt.
Die Rebstöcke wachsen auf drei verschiedenen Parzellen und sind zwischen 50 und 80 Jahren alt. Es handelt sich dabei um die Sorten Marsanne (80%) und Roussanne (20%).
Der Wein wird einer malolaktischen Gärung unterzogen und danach bis zu eineinhalb Jahren in Tanks und Fässern ausgebaut.
Falls Sie an bestimmten Jahrgängen interessiert sein sollten, können Sie uns eine Anfrage schicken.
Hermitage, rot
Die Böden sind unter dem weißen Hermitage beschrieben.
Die Syrah-Trauben für Chaves roten Hermitage wachsen auf sechs verschiedenen Parzellen an vorwiegend alten, ertragsarmen Rebstöcken.
Wichtig für diesen Wein ist die Bestimmung des optimalen Zeitpunkts für die Lese - eine knifflige Angelegenheit, die viel Erfahrung erfordert. Außerdem lebt dieser edle Tropfen von der richtigen Mischung der Weine aus den verschiedenen Parzellen. Nachdem die einzelnen Partien ein Jahr lang separat ausgebaut wurden, testet Jean-Louis Chave, welcher Verschnitt das beste Ergebnis hervorbringt. Dank seiner erstaunlichen Fähigkeiten auf diesem Gebiet gelingt es ihm immer wieder, einen unverwechselbaren, großen Wein zu erzeugen.
Falls Sie an bestimmten Jahrgängen interessiert sein sollten, können Sie uns eine Anfrage schicken.
St. Joseph, rot
Leichte Schiefer-, Sand- und Gneisböden liegen in dieser Appellation auf einem Untergrund, den ein massiver Granitsockel bildet. Die Weinberge haben eine südliche bis südöstliche Ausrichtung.
Der rote St. Joseph wird - wie der Hermitage - rein aus Syrah-Trauben gewonnen. Dieser fruchtige, geschmeidige Wein wird von Kennern sehr geschätzt und gewinnt immer mehr Anhänger.
Alain Graillot
Alain Graillot beschloß 1985, Winzer an der Rhône zu werden. Mit seiner Entscheidung sollte er schon bald Erfolg haben: Innerhalb weniger Jahre stieg er in den Kreis der Spitzenwinzer dieser Region auf, und heute hat er auch international den Ruf, hervorragende Weine herzustellen.
Er bedient sich traditioneller Anbaumethoden, die auf eine geringe Ertragsmenge, einen starken Rückschnitt und eine leichte Düngung ausgerichtet sind. Er verzichtet auf Unkrautvernichtungsmittel und beseitigt unerwünschte Pflanzen ausschließlich durch Unterpflügen, was eine tiefe Verwurzelung der Rebstöcke fördert.
Die Trauben werden von Hand gelesen und im allgemeinen nicht entrappt.
Domaine Les Chênes Verts
Sie befindet sich in der Region Vallée du Rhône, Appellation Crôzes-Hermitage in der Gemeinde Pont de l'Isère. Die nächste Stadt ist Valence, das ein Stück rhôneabwärts liegt.
20 Hektar Rebland werden hier bewirtschaftet. Die Kellerei liegt inmitten der Weinberge im Flurstück "Les Chênes Verts".
Die Rebstöcke wachsen auf alten Schwemmböden der Rhône und der Isère mit sehr wenig Erde und vielen runden Kieselsteinen, die eine stark filtrierende Wirkung haben.
Auf 17,3 ha gedeihen bis zu 40 Jahre alte Syrah-Rebstöcke. Auf den übrigen 2,7 ha werden weiße Rebsorten (80% Marsanne und 20% Roussanne) an Weinstöcken mit einem Durchschnittsalter unter 20 Jahren angebaut.
Das Klima ist gemäßigt kontinental. Der vorherrschende Wind ist der Mistral.
Crôzes-Hermitage, weiß
Nach der Vorklärung bei niedrigen Temperaturen wird die eine Hälfte in Edelstahltanks bei 18° C vergoren. Die andere Hälfte gärt in Fässern. Dieser Anteil wird auch in Fässern ausgebaut. Der Wein wird geschönt und gegen Ende des Winters verschnitten und auf Flaschen gefüllt.
Crôzes-Hermitage, rot
Zuerst wird die Maische einer Kohlensäuregärung unterzogen, bei der die Maische gekühlt wird. Die anschließende eigentliche Gärung kann dadurch auf 15 bis 21 Tage verlängert werden. Die Maische wird mehrmals umgepumpt und die Temperatur kontrolliert. Nach der malolaktischen Gärung kommt der größte Teil des Weines in Fässer zu 225 l. Diese Fässer werden im Alter von einem Jahr in Burgund gekauft und 3 bis 4 Jahre lang verwendet.
Nach einem Jahr Ausbau wird der Wein aus den Fässern mit demjenigen aus den Edelstahltanks verschnitten. Das Mengenverhältnis wechselt je nach Jahrgang.
Vor der Abfüllung auf Flaschen wird der Wein nicht geklärt, jedoch ganz leicht gefiltert.
Jean Marot
Wer erinnert sich nicht noch an seinen Traumberuf, den er sich als Kind einmal in den schönsten Farben ausmalte? Jean Marot hat seinen Traum wahrgemacht - wenn auch über einen Umweg.
Um dem Willen seines Vaters zu entsprechen, studierte er und wurde Apotheker. Trotz seines Erfolges erfüllte er sich nach einigen Jahren doch noch den Wunsch nach einem Arbeitsplatz unter freiem Himmel, wo er der Natur nahe war und die Früchte seiner Arbeit tatsächlich reifen sehen konnte: er verkaufte seine Apotheke und sattelte um auf den Beruf des Winzers.
Jean Marot ist ein echter Selfmade-Winzer. Er erwarb aus Büchern und in Kursen die nötigen Fachkenntnisse und zog selbst aus, um sich einen Weinberg zu suchen. Ganz seiner Liebe zur Natur entspricht die Tatsache, daß er sein Rebland biologisch bewirtschaftet und sich für die Lese von Hand entschieden hat. Die Mühe und Arbeit, die er in seinen Traum gesteckt hat, haben sich gelohnt. Seine Weine der Domaine Murmurium finden immer mehr Anhänger und werden gelobt von deneinschlägigen Fachmagazinen immer wieder lobend erwähnt.
Wir haben die Weine von Jean Marot schon vor einigen Jahren entdeckt und vertreiben sie seit dem Jahrgang 1995. Der rote Jahrgang 1998 ist soeben bei uns eingetroffen.
Domaine Le Murmurium
Murmurium ist die latinisierte Form von Mormoiron, dem Dorf, in dem sich das Weingut befindet. Es liegt in der Region Vallée du Rhône, in der Appellation Côtes du Ventoux, die nach dem nördlich gelegenen Mont Ventoux benannt ist.
Im Jahr 1995 kaufte Jean Marot das renovierungsbedürftige Weingut auf und steckte viel Mühe und Kosten hinein. Er gab der Domaine nicht nur einen neuen Namen, sondern hat sie zu neuem Leben erweckt. Die Anlage ist gepflegt und modern, die alten Rebstöcke werden seit 1998 mit biologischen Mitteln in ihrem Wachstum unterstützt.
Auf den 9 Hektar Rebland herrschen lehm- und kalkhaltige Böden vor. Jean Marot baut hier vor allem Reben der Sorten Syrah und Grenache Noir (je 2,5 ha), Cinsault und Carignan (je 1 ha) an. Die übrigen 2 ha verteilen sich auf die Sorten Clairette, Bourboulenc, Grenache Blanc und Ugni-Blanc.
Domaine Le Murmurium, rot
Der Wein wird zu 50% aus der Rebsorte Syrah, zu 40% aus Grenache und zu 10% aus Cinsault-Carignan hergestellt. Die Trauben werden vollständig entrappt und ca. 4 Wochen lang vergoren.
Domaine Le Murmurium Carpe Diem, rot
Für diese Cuvée werden die Sorten Syrah (60%) und Grenache (40%) verwendet. Die Trauben werden auch hier vollständig entrappt und die Maische ca. 4 Wochen lang vergoren. Der Wein wird zunächst 6 bis 12 Monate lang in Eichenfässern und danach im Tank ausgebaut.
Jean-Pierre und François Perrin
Die Brüder Jean-Pierre und François führen in der vierten Generation ihrer Familie den Weinbau auf Château de Beaucastel fort. Sie verfolgen traditionelle Weinbaumethoden und legen dabei viel Wert auf Ursprünglichkeit, den Ausdruck des Terroirs und der Arbeit der Menschen. Sie wollen dem Wein eine ganz und gar natürliche, persönliche Note geben.
Um dies zu erreichen, verzichten die Gebrüder Perrin auf den Einsatz chemischer Hilfsmittel. Sie düngen den Boden mit einer Mischung aus Schafsmist und dem Trester der letzten Ernte. Diese organische Düngung macht die Rebstöcke weitgehend immun gegen Krankheiten und hat den Weinbergen die Rückkehr vieler Vogel- und Insektenarten eingebracht. Die Familie Perrin hat außerdem alte Rebsorten wieder angepflanzt, die in der Appellation schon fast in Vergessenheit geraten waren. Für die alkoholische Gärung werden natürliche Hefen verwendet.
Bemerkenswert ist auch die Vorgehensweise der Perrins bei der Rotweinerzeugung. Die entrappten Beeren werden in einem Wärmeaustauscher 30 Sekunden lang auf 80°C erhitzt und dann auf 20°C abgekühlt. Hierdurch wird die Struktur der Beerenschale aufgebrochen, während das Innere der Beere unbeeinflußt bleibt. Die wichtigen Aroma- und Farbstoffe aus der Schale gelangen danach leichter in den Wein. Da diese Stoffe von Natur aus eine konservierende Wirkung haben, kann die Schwefelung entfallen.
Château de Beaucastel
Das Château de Beaucastel liegt im Vallée du Rhône in der Appellation Châteauneuf du Pape südlich von Orange.
Zur Domaine gehört auch der 30 ha große Weinberg Coudoulet de Beaucastel. Er liegt auf der anderen Seite der Rhöne und ist der Appellation Côtes du Rhône zugeordnet.
Im Jahr 1549 erwarb Pierre de Beaucastel das Anwesen und errichtete dort das Herrenhaus, von dem ein renovierter Teil noch heute steht. Nach der französischen Revolution begann man dort, Wein anzubauen. Jedoch hielt im 19. Jahrhundert die Reblaus Einzug und zerstörte die Weinberge. Erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts brachten Gabriel Tramier und sein Schwiegersohn Pierre Perrin den Weinbau zu neuer Blüte.
Sowohl um das Château als auch im Weinberg Coudoulet findet man kieselhaltige Schwemmlandböden vor, die auf einer tonhaltigen Kalksteinschicht liegen. Die Kiesel absorbieren tagsüber die Wärme und geben sie nachts an die Umgebung ab.
Das Klima ist typisch mediterran: heiß und trocken mit 2800 Sonnenstunden im Jahr. Der Mistral weht von Norden her durch das Rhônetal.
Das Château de Beaucastel hat eine eigene Website in englischer Sprache.
Der Familie Perrin gehören übrigens auch die Weingüter La Vieille Ferme und Château du Grand Prébois.
Coudoulet de Beaucastel, weiß
Für diesen Wein werden die Rebsorten Marsanne (30%), Viognier (30%), Bourboulenc (30%) und Clairette (10%) verwendet.
Die besten Trauben werden von Hand gelesen und in Kisten in die Kellerei gebracht. Der Most wird mit Hilfe einer pneumatischen Presse gewonnen. Er wird vorgeklärt und teils in Eichenfässern, teils in Edelstahltanks vergoren.
Der Wein wird 8 Monate lang ausgebaut, verschnitten und abgefüllt.
Château de Beaucastel, weiß
Der Wein setzt sich aus den Rebsorten Roussanne (80%) und Grenache Blanc (20%) zusammen. Die Weinstöcke sind zwischen 10 und 40 Jahren alt.
Die Trauben werden von Hand gelesen und in kleinen Körben rasch zur Kellerei gebracht. Dort wird etwaiges schlechtes Lesgut aussortiert. Nach einer leichten pneumatischen Pressung läßt man den Wein über Nacht zur Vorklärung stehen. Dreißig Prozent des Mostes wird in Holzfässern vergoren, die verbleibenden siebzig Prozent in Edelstahltanks. Nach Abschluß der malolaktischen Gärung reift die eine Hälfte des Weins acht Monate lang in kleinen Eichenfässern heran, die andere Hälfte in Tanks.
Château de Beaucastel Roussanne Vieilles Vignes, weiß
Hierfür werden ausschließlich Roussanne-Trauben verwendet. Der Beiname "Vieilles Vignes" weist darauf hin, daß die Weinstöcke sehr alt sind, in diesem Fall über 70 Jahre.
Hergestellt wird der Wein wie der weiße Château de Beaucastel. Auch der Vieilles Vignes wird zu gleichen Teilen in Eichenfässern und in Tanks ausgebaut.
Coudoulet de Beaucastel, rot
Die Trauben werden von Hand gelesen. Nach dem Transport zur Kellerei werden die besten Trauben ausgesucht. Danach werden sie im Wärmeaustauscher behandelt. Es folgt eine 12 Tage dauernde klassische Gärung in Tanks, die mit glasierten Steingutfliesen gekachelt sind.
Der Wein aus den verschiedenen Rebsorten (30% Mourvèdre, 30% Grenache, 20% Syrah, 20% Cinsault) wird nach der malolaktischen Gärung verschnitten. In Eichenfässern wird der Wein sodann 6 Monate lang ausgebaut und nach der Schönung mit Eiweiß auf Flaschen gefüllt.
Château de Beaucastel, rot
Er besteht zu je 30% aus Mourvèdre und Grenache, zu je 10% aus Syrah und Counoise und zu 5% aus Cinsault. Die Rebsorten Muscardin, Vaccarese, Roussanne, Bourboulenc, Terret Noir, Picpoul, Clairette und Picardan bilden die übrigen 15%. Das heißt, daß alle 13 Sorten verwendet wurden, die für die Appellation erlaubt sind.
Die Rebstöcke sind im Durchschnitt 50 Jahre alt.
Nach der Behandlung im Wärmeaustauscher folgt eine mehr oder weniger klassische Vinifikation. Die Rebsorten werden getrennt vergoren. Der Verschnitt erfolgt nach zahlreichen Verkostungen. Ein Jahr lang wird der junge Wein in großen Eichenfässern ausgebaut, dann mit Eiweiß geschönt und auf Flaschen gefüllt. Nach einem weiteren Jahr der Flaschenreifung kommt der Wein in den Handel.
Alain Dugas
Südlich von Orange im Châteauneuf-du Pape liegt das Château la Nerthe, dessen Geschichte zeitgleich mit dem legendären Weinberg Châteauneuf-du-Pape im 12. Jahrhundert beginnt.
Ab dem 18. Jahrhundert erlangte der Wein von La Nerthe großen Ruhm durch Persönlichkeiten wie der Marschälle de Tonnerre und Brissac, der Grafen d’Uzès und de Chevreuse sowie den Prinzen de Bergues. Sie waren - wie viele andere - voll des Lobes ob der „Exzellenz des Weines von la Nerthe“, so dass das Weingut seinen Ruf bis nach England, Deutschland, Italien und Spanien ausweiten konnte. Über die Jahrhunderte haben verschiedene Besitzer das Château und den Wein geprägt, wie es für viele Weingüter in Frankreich typisch ist.
Auch auf La Nerthe wurden alle Weinberge durch die Reblaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts zerstört. Die Familie Villefranche verkaufte das Anwesen an Joseph Ducos, den Chef einer angesehenen Ingenieurs-Schule. Dieser erreichte Großartiges:
Anders als die meisten Winzer ersetzte er seine Reben nicht durch Obstbäume, sondern gab ihnen nur andere, reblausresistente Unterlagen. Mit Hilfe dieser Maßnahme konnte er La Nerthe retten und wurde so ein Vorbild für viele Winzer. Der damalige Präsident Frankreichs, Lebrun, nannte ihn die „Seele der Wiedergeburt der Rebkultur“.
1893 wurde die Region wieder in Châteauneuf-du-Pape umbenannt und Bürgermeister Joseph Ducos experimentierte mit zehn verschiedenen Rebsorten. Er analysierte ihren spezifischen Geschmack, bestimmte die optimale Verschnittmenge und brachte als erster den Most unterschiedlicher Reben von Beginn an für seine Cuvées zusammen, um die Aromen besser hervorzubringen. Seine Methode wurde vielfach kopiert, obwohl in Frankreich eher die getrennte Vinifizierung üblich ist. Der heutige Gutsverwalter Alain Dugas setzt seine Philosophie fort, denn seiner Ansicht nach werden die Gemüse eines Eintopfs auch nicht separat gekocht.
1985 wurde das Château La Nerthe von der Familie Richard erworben und komplett renoviert. Unter Alain Dugas. (s. auch Château de la Renjarde) und einem von ihm ausgesuchten Team von Fachleuten erlangte es wieder seine alte Größe. Bevor Dugas die Leitung von La Nerthe übernahm, sammelte er 15 Jahre lang oenologische Erfahrungen auf der ‚Domaine de la Renjarde‘, dessen Besitzer Dr. Dufays als der Fachmann für autochthone (heimische) Rebsorten gilt.
Dugas favorisiert naturnahen Weinbau, der sich an den gegebenen Bedingungen orientiert, ohne das Potential von Reben und Böden zu erschöpfen und wurde so zu einem der angesehensten Winzer der Region. Für ihn ist die Komposition des Terroirs in den steinigen Hängen über der Rhône die wichtigste Grundlage für einen herausragenden Wein ist.
Vor 70 Millionen Jahren bedeckte ein flacher See die Region. Das entstandene Sedimentgestein ist eine Schicht aus Sand, Lehm, Ton und Kalk. Während der Eiszeit stürzte Schmelzwasser von Alpengletschern hinab und formte so das Rhône-Tal. In vier weiteren Phasen bildeten sich erneut Gletscher und das Schmelzwasser förderte Steine mit sich bis ins Tal. Trotz schwierigster Böden gelang es auf Château La Nerthe, den Weinanbau erfolgreich zu kultivieren. Diese Steine dienen als nützliche Wärmespeicher und leiten Sickerwasser in tiefere Bodenschichten. Dieser Umstand begünstigt im trockenen mediterranen Klima mit seiner intensiven Hitze das Wachstum der Reben trotz geringer Niederschlagsmengen. Der Mistral fördert das Abtrocknen der Blätter und beugt somit Pilzinfektionen vor. Die Böden werden gut belüftet, um das vorhandene Nährstoffpotential zu nutzen und Verdichtung vorzubeugen. Nach einer Bodenanalyse werden die fehlenden Bestandteile mit natürlichem Dünger zugeführt. Abgestorbene oder zerstörte Stöcke werden ausgehoben, um Pilz- und Bakterienbefall vorzubeugen. Kupfersulfat dient der Präventivbehandlung der gesunden Stöcke. Zugleich hält Dugas die Erträge bewußt gering, um gesundes Lesegut mit hoch konzentrierten Trauben zu ernten. Diese Ertragsbegrenzung auf durchschnittlich eine Flasche Wein pro Stock bedeutet als Zielsetzung die Qualitätsmaximierung.
Der ökologische Weinbau in Château La Nerthe ist seit 1998 zertifiziert (Contrôle Ecocert) und wird durch weitere wissenschaftliche Untersuchungen ständig verbessert. Der steinigste Boden der Region beherbergt alle 13 Rebsorten des Châteauneuf-du Pape, deren Stöcke über 40 Jahre alt sind. Bei den roten Sorten überwiegt mit 62% die Grenache, gefolgt von 18% Syrah und 15% Mourvèdre. Cinsault nimmt 4% der angebauten Weinstöcke ein, gefolgt von den Sorten Counoise, Muscardin, Vaccarèse & Picpoul mit jeweils 1%.
Dugas gibt den alterungsfähigen Sorten Syrah und Mourvèdre den Vorrang, da viele andere Sorten, wie z.B. Grenache, eine schwierige Balance von Tanningehalt und Alkohol bedeuten.
Es erfordert viel Erfahrung beim Ausbau, um den Säuregehalt mit dem Mostgewicht in Einklang zu bringen. So werden auf La Nerthe die verschiedenen Rebsorten von Anfang im Fass vereint, um ihre Aromen optimal zu vermischen. Die unterschiedlich reifenden Sorten erfordern viel Aufmerksamkeit im Weinberg, um die eigentliche Erntezeit auf 10 bis 14 Tage zu begrenzen. Dazu sind rund 100 Erntehelfer im Einsatz, die die Trauben handgelesen einbringen. Die Ernte wird in der Kellerei sortiert, teilweise entrappt und mit einer Luftdruckpresse schonend gepreßt.
Eine große Keller-Kapazität ermöglicht es, die jährliche Produktion so lange wie erforderlich in den Fässern und Tanks zu lassen. Die weißen Trauben werden leicht „eingemaischt“, um die Aromen an den Most abzugeben, und ausschließlich mit natürlichen Wildhefen aus dem Weinberg in Fässern vergoren. Roussanne und Clairette werden im separaten Fass vergoren und ausgebaut. Die anderen Rebsorten reifen in Tanks ohne biologischen Säureabbau (malolaktische Gärung), um den Weißweinen Frische und Fruchtigkeit zu erhalten.
Für Rotweinbereitung wird besonders bei den Cuvées ein komplizierteres Prozedere angewandt. Die geernteten Beeren werden entrappt, um die weichen Tannine aus den Beerenhäuten zu gewinnen.
Der spezifische Charakter der Trauben ergibt den jeweiligen Typ des Rotweins - den jungen, früh trinkbaren oder den alterungsfähigen Rotwein. Auf Chateau La Nerthe wendet man fünf verschiedene Gärverfahren an, die sich aus der Sortenart ergeben.
Die gemahlenen Beeren kommen in große Maischbottiche. Der Rotwein bildet im Gegensatz zum Weißwein durch die schnellere Gärung eine feste Schalenschicht, auch Tresterhut genannt, der mittels Kolben nach unten gestoßen wird. Seit 1994 gibt es dafür speziell ausgerüstete Holztanks, die im Rhônetal die klassisch burgundische pigeage (von Hand untergestoßen) abgelöst hat. Dabei muss die Maische über einen Pumpenkreislauf ständig umgewälzt werden.
Die Maische-Gärung erfolgt bei Temperaturen bis zu 90 Fahrenheit. Die Extraktion von Tanninen und Farbstoffen verläuft zeitgleich mit der Gärung und wird durch Wärme begünstigt.
Ständige Proben im eigenen Labor ermöglichen optimale Ergebnisse bei Tanningehalt und Farbe. Wenn der Wein genügend „Struktur“ besitzt, wird er für die Cuvées abgestochen und läuft durch die Schwerkraft ab. Durch den biologischen Säureabbau (Malolaktische Gärung) erfolgt die Stabilisierung in Steintanks aus dem 16. Jahrhundert, die von innen mit Harz überzogen sind. Der restliche Most wird für die Zweitweine abgepresst.
Nach diesem Prozess reifen die Sorten mit den feineren Tanninen und fruchtigen Aromen, wie Grenache oder Cinsault, in Steintanks oder in Edelstahltanks. Die tanninreicheren Weine kommen für ein Jahr ins Holzfass, entsprechend dem natürlichen Reifeprozess. Die Fässer stehen zu diesem Zweck in einem Felsenkeller aus dem 16. Jahrhundert (er enthält neben alten Fässern eine imposante Sammlung alter Flaschen) und in einem Gewölbekeller aus dem 18. Jahrhundert. Ideale Bedingungen für einen perfekten Chateauneuf-du Pape.
Während des Winters setzen sich die ‚Trubteilchen‘ am Boden ab und der Wein klärt sich von selbst. Nach dem Reifen wird eingehend geprüft, welches Faß als „Château La Nerthe“ oder als „Clos de la Granière“, dem Zweitwein des Châteaus, abgefüllt wird. Die Flaschenabfüllung im Château findet unter Vakuum statt, damit der Wein aus allen Fässern unter gleichen Bedingungen abgefüllt werden kann. Der Flaschenkeller tief unterm Waldboden hat eine Lagerkapazität von zwei Millionen ‚Cols‘ (Flaschen).
Seit 1992 wird aus alter Tradition der „Fine de Châteauneuf-du-Pape“ wieder gebrannt. Im Gegensatz zum Marc (Tresterbrand) wird er aus den Weinrückständen der Domaine destilliert und in Eichenholzfässern gelagert.
In Sérignan du Comtat zwischen Orange und Montpellier liegt die Domaine de la Renjarde - eine erstklassige Adresse an der südlichen Rhône. Das Weingut wird von Alain Dugas bewirtschaftet, dem Verwalter von Château La Nerthe.
Alain Dugas war zunächst in der Verwaltung in Paris tätig, bevor es ihn zum Wein verschlug. Er verzichtete auf eine Karriere und Geld, reiste durch Frankreich und blieb in der Provence hängen. Auf der Domaine de la Renjarde machte er seine ersten Schritte im Weinbau. Fachliche Unterstützung fand er in Dr. Dufays, Eigentümer der Domaine Nalys, einem Spezialisten für heimische (autochthone) Rebsorten. Von Anfang an versuchte der Quereinsteiger Dugas, seinen Weinen eine persönliche Note zu verleihen. Sein Wagemut wurde mit Erfolg belohnt! Nach 15jähriger Erfahrung mit der Domaine übertrug man ihm dann zusätzlich die Verwaltung von „Château La Nerthe”.
Der Hügel von Renjarde, der sich von Sérignan bis nach Uchaux erstreckt, formiert einen der ersten Sockel der Voralpen von Diois. Dieses bewaldete Massiv ist reich an Eichen. Die Weinbergsböden bestehen aus Kalk und Sand und werden von kleinen Felsen bedeckt. Wie im Châteauneuf-du Pape speichern die Steine tagsüber die Wärme, um sie in der Nacht an die Rebstöcke abzugeben. Damit fördern sie das Wachstum des Weins. Die reichlich vorhandenen Kieselsteine filtrieren das Regenwasser. Zusammen mit dem sonnigen Klima bildet die Erde ein ideales Terroir für die Rebsorten Grenache, Syrah, Carignan, Cinsault und Mourvèdre, die hier kultiviert werden. Die Terrassierung der Weinberge und eine intensive Besonnung ermöglichen es, bereits in den ersten Tagen im September mit der Lese zu beginnen. Dabei werden von jeder Rebsorte entsprechend ihres eigenen Reifeoptimums nur die besten Trauben gelesen. Danach werden sie mit großer Sorgfalt vinifiziert und in Fässern oder Betontanks ausgebaut.
